Stellungnahme zur neuen A59-Machbarkeitsstudie
Die Stadt Duisburg hat die Presseveröffentlichung der Autobahngesellschaft des Bundes (AdB) gegenüber der Deutschen Presse-Agentur mit großem Befremden zur Kenntnis genommen. Zur nun anscheinend vorliegenden neuen Machbarkeitsstudie heißt es in der Mitteilung der AdB: „Im Ergebnis bestätigt die nun aktualisierte und plausibilisierte Machbarkeitsstudie, dass die der bisherigen Planung zugrunde gelegte Variante in annähernd bestehender Höhenlage vorzugswürdig ist.“
Der Stadt Duisburg liegt die Studie zum jetzigen Zeitpunkt nicht vor. Eine Information der AdB über die Inhalte der neuen Studie ist vorab nicht erfolgt. Sollte die neue Machbarkeitsstudie tatsächlich zu dem in der Presseveröffentlichung beschriebenen Ergebnis gekommen sein, wird die Stadt Duisburg dennoch ihre Forderung nach einer Tunnellösung nicht nur aufrechterhalten, sondern mit großem Nachdruck weiter forcieren.
Oberbürgermeister Sören Link sagt: „Ich bin überhaupt nicht überrascht, dass die Studie scheinbar deckungsgleich mit den Ansichten der AdB ist. An der Haltung und Rechtsauffassung der Stadt Duisburg ändert sich deshalb nichts: Wir werden alle rechtlichen und politischen Mittel ausschöpfen und uns mit aller Kraft gegen verkehrspolitische Maßnahmen aus der Mottenkiste der 1960er-Jahre wehren. Die Menschen im Duisburger Norden haben mehr Lebensqualität durch die Tunnellösung verdient. Dafür machen wir uns als Stadt vehement stark.“
Stadtentwicklungsdezernent Martin Linne erklärt: „Die Einlassungen der AdB in der Presseveröffentlichung sind für mich überhaupt nicht nachzuvollziehen. Die Stadt Duisburg vertritt gut begründet nahezu durchgehend gänzlich konträre Ansichten. Ob Kosten, Bauzeit, Umweltverträglichkeit oder Verkehrssicherheit, was die AdB kommuniziert, geht an der Realität und den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger komplett vorbei. Das machen wir nicht mit.“