Erneuter Bombenfund Hauptbahnhof
+++ Update 4 - 20.01 Uhr +++
Seit 20 Uhr ist die Evakuierungszone rund um den Duisburger Hauptbahnhof gesperrt; ein Aufenthalt innerhalb des Bereichs ist nicht mehr gestattet. Am Opernplatz in Theaternähe haben sich mehrere Taxis bereitgestellt, die für Fahrten zur Verfügung stehen.
Mittlerweile sind 300 Menschen im Aufenthaltsraum versammelt. Es wurden bereits 58 Krankentransporte durchgeführt.
+++ Update 3 - 18.51 Uhr +++
Seit 18.30 Uhr wird der Hauptbahnhof nicht mehr von Zügen angefahren und nun gesichert. Sobald der Bahnhof geräumt ist, wird die Weltkriegsbombe in die ausgehobene Grube verlegt und anschließend die Sprengung für 21 Uhr vorbereitet.
Im Aufenthaltsraum sind schon über 100 Menschen versammelt. Insgesamt wurden bereits 42 Krankentransporte durchgeführt.
+++ Update 2 - 17.58 Uhr +++
Die Information der Anwohnenden durch das Bürger- und Ordnungsamt läuft planmäßig. Die Ladenlokale und Gastronomiebetriebe im Hauptbahnhof sind bereits geschlossen.
Zum Transport von Betroffenen zum Aufenthaltsraum stehen auf der Koloniestraße an der Haltestelle „Alte Schanze“ Busse bereit.
Die Autobahn A59 muss aus Richtung Süden bereits ab der Anschlussstelle Wanheimerort gesperrt werden.
Für die Sprengung des Blindgängers ist heute Julian Granzow mit seinem Team verantwortlich.
Schon jetzt lässt sich sagen, dass der Hauptbahnhof nach der Sprengung erst dann freigegeben werden kann, wenn Nachkontrollen erfolgt sind.
+++ Update 1 - 16.35 Uhr +++
Das Bürger- und Ordnungsamt hat mit der Information der Anwohnenden und der Gewerbetreibenden im Evakuierungsbereich begonnen. Der Hauptbahnhof Duisburg muss zur Vorbereitung der Sprengung des Blindgängers bereits ab 18.30 Uhr gesperrt werden.
Nahe des Blindgängers muss eine 4 Meter tiefe Grube ausgehoben werden. In diese Grube wird nach Sperrung des Bahnhofs die Bombe verbracht und mit Sand sowie einem Wassersack abgedeckt. Nach Abschluss dieser vorbereitenden Maßnahmen und nach der Evakuierung des Sicherheitsbereichs soll die Bombe gesprengt werden.
Ab 18 Uhr steht der Aufenthaltsraum in der Gesamtschule Duisburg-Mitte zur Verfügung. Dort sorgen die Ehrenamtlichen des DRK, der Johanniter, Malteser und der Freiwilligen Feuerwehr Duisburg für die Versorgung und Betreuung der Betroffenen.
Hintergrund
Nachdem bereits gestern bei Bauarbeiten im Duisburger Hauptbahnhof ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden wurde, wurde heute Mittag bei Bauarbeiten eine weitere amerikanische Zehn-Zentner-Bombe in unmittelbarer Nähe entdeckt. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst wird den Blindgänger noch heute vor Ort kontrolliert sprengen. Die weiteren Maßnahmen werden derzeit vom Bürger- und Ordnungsamt in Zusammenarbeit mit der Polizei, Feuerwehr, der Bundespolizei und der Deutschen Bahn organisiert.
In der Evakuierungszone (Umkreis von 600 Metern um den Fundort) sind neben rund 6600 Anwohnerinnen und Anwohnern auch zahlreiche Reisende betroffen. Der Hauptbahnhof wird voraussichtlich ab 19 Uhr (Update 1: Die Sperrung des Hauptbahnhofes muss auf 18.30 Uhr vorgezogen werden) für den Bahnverkehr gesperrt und evakuiert. In der Zone befinden sich neben dem Portsmouthplatz Teile der Fußgängerzone und die angrenzenden Straßen in Neudorf. Betroffen sind unter anderem auch das UCI-Kino, mehrere Hotels, Bürogebäude und Gewerbebetriebe. Die Autobahn A59 muss zwischen der Anschlussstelle Duisburg-Hochfeld und dem Autobahnkreuz Duisburg gesperrt werden. Da die DVG bestreikt wird, wird der verbleibende Busverkehr umgeleitet.
Der Duisburger Hauptbahnhof wird bereits ab 19 Uhr evakuiert (Update 1: Die Sperrung des Hauptbahnhofes muss auf 18.30 Uhr vorgezogen werden). Alle weiteren Sperren rund um die Evakuierungszone greifen ab 20 Uhr. Ein Aufenthalt in der Evakuierungszone ist dann nicht mehr gestattet. Die Entschärfung ist für 21 Uhr geplant.
Aufgrund der Sperrungen kann es zu starken Verkehrsbeeinträchtigungen kommen. Ortskundige Autofahrer werden gebeten, den Bereich großräumig zu umfahren.
Ein Aufenthaltsraum steht ab 18 Uhr in der Gesamtschule Duisburg-Mitte in Duisburg-Duissern, Eingang Oranienstraße, zur Verfügung.
Informationen gibt es auch über Call Duisburg unter 0203 283-2000 und das Gefahrentelefon der Feuerwehr unter 0800/1121313. Auch die Warnapp NINA informiert über Gefahrenlagen. Informationen zu Beeinträchtigungen beim öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gibt es unter www.dvg-duisburg.de.
Die städtische Sirene wird im Stadtteil zur Entwarnung zu hören sein.
