Loveparade-Prozess
Das Duisburger Landgericht hat das Verfahren gegen sieben von zehn Angeklagten am 06.02.2019 eingestellt. Hierunter befinden sich auch die sechs Mitarbeiter der Stadt Duisburg. Bei der Loveparade im Jahr 2010 waren 21 junge Menschen ums Leben gekommen, 500 weitere wurden zum Teil schwer verletzt oder traumatisiert.
Statement von Oberbürgermeister Sören Link zum Loveparade-Prozess
„Ich bin kein Jurist, deswegen kann und will ich nicht fachlich werten. Ich bin mir aber sicher, dass das Gericht hart gerungen hat, bevor es zu dieser Entscheidung gekommen ist. Die bisherigen Prozesstage haben gezeigt, wie schwierig die Suche nach ursächlicher, individueller Schuld ist - und um diese geht es im Strafrecht.
Ich verstehe allerdings auch, wenn die Angehörigen der Opfer und die Menschen, die auf der Loveparade verletzt und traumatisiert wurden, enttäuscht sind. Viele haben auf ein eindeutiges Ergebnis gehofft haben, wünschten sich verständlicherweise klare Antworten auf die Frage nach dem "warum".
Ich wünsche mir dennoch für alle Beteiligten, dass sie nun nach so vielen Jahren einen Abschluss mit den unfassbaren Geschehnissen finden können."
Wer Hilfe und Unterstützung benötigt, kann sich an die Stiftung Duisburg 24.7.2010 wenden.
Aufgabe der Stiftung ist in erster Linie die Unterstützung hilfsbedürftiger Menschen, die unmittelbar oder mittelbar durch das Massenunglück anlässlich der Loveparade in Duisburg am 24. Juli 2010 in Not geraten sind und denen von anderer Seite nicht ausreichend oder wirksam genug geholfen werden kann.
Die Stiftung übernimmt zudem die Ausrichtung der jährlichen Gedenkfeier, die Unterhaltung und Pflege der Gedenkstätte und richtet eine Kontakt-, Informations- und Beratungsstelle ein.