47. Duisburger Akzente / 27. Februar bis 22. März 2026 / "Begegnungen – was uns trennt, was uns verbindet"
Unser Veranstaltungsprogramm:
Freitag, 13.03.2026
Yuko Kuhn: „Onigiri“
Lesung mit Gespräch. Moderation: Antje Deistler
Als Aki erfährt, dass ihre Großmutter gestorben ist, will sie ihre Mutter ein letztes Mal zu ihrer Familie in Japan bringen, auch wenn sie weiß, wie riskant es ist, einen dementen Menschen aus der gewohnten Umgebung zu reißen. Doch dann spricht sie, die so still geworden ist, fröhlich und klar für sich selbst. Erst auf dieser Reise erkennt Aki in ihrer Mutter die mutige und lebenshungrige Frau, die sie einmal war, bevor sich in Deutschland diese große Müdigkeit über sie legte. Mit sanfter Klarheit lässt Yuko Kuhn die Geschichte einer deutsch-japanischen Familie entstehen, die zwischen den Kulturen verloren geht und sich neu findet.
Yuko Kuhn wurde 1983 in München geboren. Sie studierte Kulturwirtschaft in Passau und Aix-en-Provence. 2019 fand sie zum Schreiben. Mit ihrem Mann und ihren drei Kindern lebt sie in München.
In Kooperation mit dem Mercator-Buchladen.
Montag, 16.03.2026
Saša Stanišić:
„Mein Unglück beginnt damit, dass der Stromkreis als Rechteck abgebildet wird“
Lesung mit Gespräch. Moderation: Anke Johannsen
Hilft ja nix: Wir müssen den Härten und dem Leid der Menschen etwas entgegensetzen. Krieg, Armut, Faschismus, was alles noch. Jeder kann was tun, jeder. Was geben, wo helfen, so was. Verantwortung übernehmen. Wenn schon alles den Bach runtergeht, dann wenigstens in Würde, verdammte Axt. Saša Stanišić Reden gegen das Nichtstun. Gehaltene und ungehaltene.
Saša Stanišić wurde 1978 in Višegrad (Jugoslawien) geboren und lebt seit 1992 in Deutschland. Seine Werke wurden in mehr als vierzig Sprachen übersetzt und viele Male ausgezeichnet. Saša Stanišić lebt und arbeitet in Hamburg. Er ist dort Fußballtrainer einer F-Jugend.
In Kooperation mit der Buchhandlung Scheuermann.
Mittwoch, 18.03.2026
Leon Engler:
„Botanik des Wahnsinns“
Autorenlesung mit Musik
Bei der Zwangsräumung der Wohnung seiner Mutter bleibt dem Erzähler wortwörtlich nur der Abfall der eigenen Familiengeschichte. Die Biografie seiner Familie ist ein Stammbaum des Wahnsinns. Die Großmutter bipolar, der Großvater Stammkunde in Steinhof, die Mutter Alkoholikerin, der Vater depressiv. Und er blickt auf seinen eigenen Weg: Eine Kindheit im Münchner Arbeiterviertel. Die frühe Angst, verrückt zu werden. Die Flucht vor der Familie ins entfernte New York und nach Wien. Und wie er schließlich doch in der Anstalt landet – als Psychologe.
Leon Englers Debüt ist ein zärtlicher Befreiungsschlag, die Geschichte einer Versöhnung.
Leon Engler wuchs in München auf und studierte Theater-, Film-, Medien-, Kulturwissenschaft und Psychologie in Wien, Paris und Berlin. Er ist tätig als Autor, Psychologe und Dozent für Psychologie und Literarisches Schreiben.
In Kooperation mit dem Mercator-Buchladen.
Alle Veranstaltungen finden jeweils um 20 Uhr in der Zentralbibliothek im Stadtfenster, Steinsche Gasse 26, statt. Die Tickets erhalten Sie online in unserem Ticketshop oder vor Ort bei den bekannten Vorverkaufsstellen. Abendkasse nach Verfügbarkeit.
Das Gesamtprogramm der Duisburger Akzente finden Sie hier: 47. Duisburger Akzente 2025 - Theater, Bildende Kunst & Literatur (duisburger-akzente.de) (Öffnet in einem neuen Tab)