Internationaler Frauentag
Der erste Internationale Frauentag fand im Jahre 1911 statt. Für die damalige politische Forderung, das aktive und passive Wahlrecht für Frauen, demonstrierten mehr als eine Million Frauen. Nachdem die Frauen 1918 das geforderte Frauenstimmrecht erhielten, kam der Stein in´s Rollen.
Seitdem machen Frauen jährlich rund um den 8. März mit Veranstaltungen, Feiern und Demonstrationen auf Ungleichheiten bzw. nicht verwirklichte Frauenrechte aufmerksam.
Anlässlich des Internationalen Frauentages organisiert das Referat für Gleichberechtigung und Chancengleichheit/Team Frauenbüro jedes Jahr unter einem anderen Motto einen Empfang im Duisburger Rathaus.
13. März 2026 - Empfang des Oberbürgermeisters zum Internationalen Frauentag
„Bitte ungleich behandeln! – Mit Geschlecht und Gender zur Spitzenmedizin!“ Erfolgreiche Veranstaltung im AV Concept Store
Duisburg, 13. März 2026
Anlässlich des Internationalen Frauentages 2026 lud das Referat für Gleichberechtigung und Chancengleichheit der Stadt Duisburg am 13. März 2026 zum Thema Frauengesundheit in den AV Concept Store ein. Zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung und nutzten die Gelegenheit zum Austausch.
Eröffnet wurde die Veranstaltung von Rachida Brigui, stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte. Sie freute sich über die vielen Anwesenden, die der Einladung gefolgt waren. „Eine gelungene Veranstaltung, die auch zeigt, dass die Gleichstellungsarbeit in Duisburg von und durch viele unterschiedliche Akteurinnen und Akteure lebt und fortgeführt wird sowie aus unterschiedlicher Perspektive gedacht wird.“, so Frau Brigui.
Im Anschluss begrüßte Edeltraud Klabuhn, erste Bürgermeisterin, die Gäste. Sie betonte die Wichtigkeit des gewählten Themas und zeigte sich besonders erfreut über die Bundes- und Landesmittel, die für die Forschung zum Thema geschlechtersensible Medizin zur Verfügung gestellt werden. "Denn wir brauchen mehr Studien, die Unterschiede systematisch untersuchen. Und wir brauchen mehr Frauen in klinischen Studien, in Leitungspositionen der Forschung und in der medizinischen Entscheidungsfindung", betonte Edeltraud Klabuhn.
Politik könne hier konkret helfen, so die Bürgermeisterin.
- "Erstens: durch gezielte Forschungsförderung für frauenspezifische und geschlechtersensible Medizin.
- Zweitens: durch verbindliche Vorgaben, dass medizinische Studien geschlechterspezifische Daten auswerten und veröffentlichen.
- Drittens: durch bessere Aufklärung – in Schulen, in Betrieben und im öffentlichen Gesundheitswesen.
- Und viertens – und das ist mir als Kommunalpolitikerin besonders wichtig – durch starke lokale Strukturen."
Am Ende ihrer Rede übergab die Bürgermeisterin das Wort an die Referentin.
In diesem Jahr konnten wir Frau Prof. Dr. Anke Hinney für uns gewinnen. Als Prodekanin für akademische Karriereentwicklung und Diversität der Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen, Inhaberin der Netzwerkprofessur Molekulargenetik von Adipositas und Essstörungen unter Berücksichtigung von geschlechtsspezifischen Aspekten und Leiterin des Instituts für geschlechtersensible Medizin im Universitätsklinikum Essen war sie ein Glücksgriff für unsere Veranstaltung.
In ihrem wissenschaftlich fundierten Vortrag stellte sie aktuelle Erkenntnisse zur Frauengesundheit vor. Sie beleuchtete geschlechtsspezifische Unterschiede in Diagnostik und Therapie und zeigte auf, warum medizinische Forschung und Gesundheitsangebote stärker an den Lebensrealitäten von Frauen ausgerichtet werden müssen. Trotz kleiner technischer Probleme ließ sich Frau Prof. Dr. Hinney nicht aus dem Konzept bringen und erklärte die Zusammenhänge auch für Laiinnen sehr verständlich und mit einer Prise Humor.
Im Anschluss an den Vortrag entwickelte sich eine lebhafte Diskussion. Viele Teilnehmerinnen brachten persönliche Erfahrungen und Fragen ein. Der offene Meinungsaustausch zeigte, wie groß das Interesse an diesem Thema ist und wie wichtig Informations- und Dialogformate vor Ort sind.
Bei einem kleinen Imbiss klang der Abend in angenehmer Atmosphäre aus und bot Raum für weiterführende Gespräche und Vernetzung.
Mit der Veranstaltung setzte unser Referat ein deutliches Zeichen: Frauengesundheit ist ein zentraler Bestandteil von Gleichberechtigung und gesellschaftlicher Teilhabe. Auch künftig werden wir entsprechende Themen aufgreifen und den Dialog in der Stadtgesellschaft fördern.
