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Amt für Umwelt und Grün
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Friedrich-Wilhelm-Str. 96
47051 Duisburg

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Herr Dr. Ribhi Yousef
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dr.yousef@stadt-duisburg.de

Plakate der DUISBUGER UMWELTTAGE 1994 - 2016

Duisburg. Nachhaltig 2017 - Die Wochen für die Umwelt in unserer Stadt: "Umbrüche - Umwelt macht Zukunft" -

Anmerkung: Die Beschlussvorlage hierzu soll in der nächsten Ratssitzung behandelt werden.

Zeitraum

Duisburg. Nachhaltig 2017 - Die Wochen für die Umwelt in unserer Stadt - werden am Tag der Umwelt, am Mittwoch, dem 7. Juni 2017, starten und bis einschließlich Samstag, 24. Juni 2017, andauern.

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Thema: "Umbrüche - Umwelt macht Zukunft"

Duisburg. Nachhaltig 2017 - Die Wochen für die Umwelt in unserer Stadt - nehmen das Thema UMBRÜCHE der 38. Duisburger Akzente auf.

Unsere Gesellschaft steht vor gravierenden Umbrüchen, denn zur Begegnung von z.B. Klimawandel und Ressourcenknappheit bedarf es einer Änderung der gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen und der Mitgestaltung durch uns.

Mit Duisburg. Nachhaltig 2017 sollen die Zukunftsperspektiven dieser UMBRÜCHE deutlich gemacht werden, und die Gesellschaft Gelegenheit erhalten, sich mit den UMBRÜCHEN auseinander zu setzten und folgende Frage für sich zu beantworten:

Welche Zukunft hat unsere Umwelt?


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Einleitung

"Der Himmel über dem Ruhrgebiet muss wieder blau werden", war eine Forderung von Willy Brandt aus dem Jahr 1961 zu UMBRÜCHEN in der Umweltpolitik der Bundesrepublik Deutschland und gilt als Kehrtwende im umweltpolitischen Denken in Deutschland. Damit rückte Brandt - lange bevor es die Begriffe Umweltschutz oder Umweltpolitik gab - ein regionales und bis dahin vernachlässigtes Problem ins Blickfeld gesellschaftspolitischer Debatten. Er machte aufmerksam auf die Schattenseiten des deutschen Wirtschaftswunders.

50 Jahre später leitete Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel den Ausstieg aus der Atomenergie im Sektor der Energieversorgung ein. Zitat: "Das Restrisiko der Kernenergie habe ich vor Fukushima akzeptiert, weil ich überzeugt war, dass es in einem Hochtechnologieland mit hohen Sicherheitsstandards nach menschlichem Ermessen nicht eintritt. Jetzt ist es eingetreten".

Wie politische und gesellschaftliche UMBRÜCHE betrachtet werden, hängt naturgemäß von der Perspektive des Betrachtens ab. Dass technologische Entwicklungen wie die "industrielle Revolution" oder die "digitale Revolution" zu UMBRÜCHEN in unserem Alltag geführt haben und weiterhin führen werden, gilt heute als unbestritten. Inwieweit diese UMBRÜCHE und ihre Folgen unser Leben und unsere Umwelt beeinflussen, prognostiziert die Wissenschaft mit zahlreichen Studien.

Klimawandel, Ressourcenknappheit, Abfallberge und Meeresverschmutzung beschäftigen viele Menschen und suchen Lösungsvorschläge. In den Bereichen Konsumwandel, Fairer Handel, Energiewende, Smart-Home, Elektroautos und E-Mobilität zeigen sich Ansätze für neue UMBRÜCHE.

Konkrete Vorschläge und Beschlüsse sind sogar auf internationaler Ebene gefasst worden, um zu zeigen, welche Wege wir gehen, um die Welt zu retten und ihre eine Zukunft zu sichern. Die Welt erlebt hoffnungsvolles Handeln. In erneuerbare Energien wird global bereits mehr Geld investiert als in die fossilatomaren Energieträger. Beispiele hierzu sind:

  • Indiens Regierung hat soeben ein Milliardenprogramm für Solarenergie gestartet.
  • China allein baut so viele Windräder wie der Rest der Welt zusammen.
  • Und in den USA wollen Milliardäre mit Elektroautos künftig viel Geld verdienen.
  • Auf dem Pariser Autosalon war zu hören: Jetzt kommt die Wende. Die Zukunft fährt elektrisch und erneuerbar.

Konkrete Ansätze für hoffnungsvolle UMBRÜCHE bietet die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Die Agenda schafft die Grundlage, weltweiten wirtschaftlichen Fortschritt im Einklang mit sozialer Gerechtigkeit und im Rahmen ökologischer Grenzen der Erde zu gestalten.

Wie kann Deutschland die Ziele der von den Vereinigten Nationen beschlossenen Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung in der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie umsetzen?

Die Neuauflage der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie aus dem Jahr 2016 ist ein erster wichtiger Schritt, um die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen.


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Programmschwerpunkte

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Wir alle gestalten das Morgen. Deshalb will Duisburg. Nachhaltig 2017 ein Weckruf sein, sich mit dem Thema "UMBRÜCHE - Umwelt macht Zukunft" zu beschäftigen.

Das Thema will motivieren, sich mit aktuellen Themen von Heute und Morgen auseinanderzusetzen und eigene Visionen für die Umweltsituation in der Zukunft zu entwickeln. Demzufolge sind alle eingeladen, Beiträge und Inhalte zum Thema in allen seinen Aspekten und Facetten einzubringen und damit "Die Wochen für Umwelt in unserer Stadt" ein buntes und informatives Programm anzubieten. Themenvorschläge hierzu sind z.B.:

1- Abschied vom fossilen Zeitalter:

  • Klimawandel und Klimaschutz:
    Wenn wir den Klimawandel verhindern wollen, müssen wir unseren Lebensstil ändern. Wie soll das geschehen (Mobilität, Konsum,Freizeit, Nahrungsgewohnheiten)?
    • Was beinhaltet der Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung?
    • Was bedeutet dies für uns?
    • Was bedeutet der Klimaschutzplan in NRW?
  • Energiewende:
    Die Energiewende findet nur statt, wenn der Strom, der produziert wird, zum Schluss auch durch eine Leitung dahin transportiert werden kann, wo er gebraucht wird. Oder ist die dezentrale Stromgewinnung auf jedem Haus ein Weg? Wie kann der nahezu vollständige Wechsel von fossilen zu erneuerbaren Energieträgern in der Stromerzeugung bis zum Jahr 2050 gelingen(Klimaneutralität)? Wie kann dieser Wandel struktur- und sozialpolitisch begleitet werden?
  • Mobilität:
    Wie sollen unsere Städte und Regionen mit Blick auf 2050 gestaltet und entwickelt werden, damit Menschen ihre Mobilitätsbedürfnisse vor Ort erfüllen können?
    • Welche Rolle spielen E-Autos, Wasserstoff-Autos im Verkehrs-Mix der Zukunft?
    • Was ist für deren Förderung zu tun (Technik, Kosten, Infrastruktur,P)?
    • Wie kann eine intelligente Verknüpfung klimaschonender Mobilitätsformen (Fuß-/Radverkehr, Öffentlicher Verkehr, Carsharing, Leihräder etc.) gefördert werden, damit die Menschen ihre Ziele auch ohne Auto schnell, komfortabel und preiswert erreichen?

2- Suche nach einem nachhaltigen Lebensstil

  • Ressourcen, Konsum und Abfall:
    Von der Plastiktüte zum To-Go-Becher, von Billigwaren bis zum Fairen Handel.
  • Natürliche Ressourcen (Wasser, Boden, Luft, Rohstoffe) sind die Lebensgrundlage auf unserem Planeten. Der wachsende Konsum und damit Verbrauch dieser Ressourcen bringt die Erde jedoch an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit. Wir alle entscheiden durch unser Einkaufsverhalten mit, welchen Stellenwert faire und gerechte Arbeits- und Lebensbedingungen im weltweiten Handel haben, z.B. durch den Kauf fair gehandelter Produkte.
    • Wie lässt sich unser Konsumverhalten zukunftsfähig gestalten?
    • Müssen wir unseren Lebensstil radikal ändern oder
    • reicht es aus, unsere Lebensgewohnheiten nachhaltiger zu gestalten?

3- Das Voranschreiten der Digitalisierung unserer Gesellschaft

  • In der Wirtschaft spricht man davon, dass wir an der Schwelle zur vierten industriellen
    Revolution stehen (Industrie 4.0). Die digitale Informationsverarbeitung und -vernetzung ist dabei, die Grundlagen unserer Gesellschaft völlig zu verändern.
    • Was bedeutet dieser Wandel für unsere Umwelt?
    • Kann es auch durch die Digitalisierung gelingen, den Klimawandel zu stoppen und unseren Ressourcenverbrauch zu begrenzen, die Energiewende zu managen sowie unsere Mobilität intelligenter zu organisieren?
    • Oder führt die digitalisierte Durchdringung unserer  Gesellschaft in eine Sackgasse - auch im Sinne der Nachhaltigkeit?

Weitere Themen und UMBRÜCHE können im Rahmen von Duisburg. Nachhaltig 2017 behandelt werden.

Selbstversändlich werden tradtionelle  Mitmachveranstaltung, Führungen und Exkursionen weiterhin angeboten.


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"Umweltmarkt" und "Öko-Markt und Eine Welt Bazar"

In diesem Jahr laden der Umweltmarkt, "Öko-Markt und Eine Welt Bazar" ein, um unter anderem das Thema "Umbrüche - Umwelt macht Zukunft" in vielen Facetten zu präsentieren.

Der Umweltmarkt, "Öko-Markt und Eine Welt Bazar" finden am Samstag, dem 24. Juni 2017 statt.


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Förderer

Die Wochen für die Umwelt in Duisburg - "Duisburg. Nachhaltig 2017" werden ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von: