Campus Marxloh

Die Ergebnisse des Planungswettbewerbs für den Neubau des Campusgebäudes Marxloh sind vorgestellt worden.

Ein offenes Haus für Marxloh

Kernstück des Konzeptes ist der Neubau eines Gebäudes als außerschulischer Lern-, Bildungs- und Qualifizierungsstandort auf einem Teilbereich des Geländes der Herbert-Grillo-Gesamtschule.

Gemeinsam mit den umgebenden Gebäuden am benachbarten Quartiersplatz, in denen unterschiedlichste Akteure aus dem Ortsteil Bildungsangebote bereithalten, bildet dieses Ensemble in seiner Gesamtheit den „Campus Marxloh“. Das sogenannte „Campus-Gebäude“ soll in Zukunft im Sinne eines „Community Centers“ für vielfältige Bildungs-, Qualifizierungs- und Integrationsangebote städtischer und zivilgesellschaftlicher Akteure dienen. Für das Projekt „Campus Marxloh“ wurde vom Land NRW eine EFRE-Förderempfehlung ausgesprochen.

Der Wettbewerb befasste sich mit der architektonischen Gestaltung des „Campus-Gebäudes“ und einer teilweise landschaftsarchitektonischen Neugestaltung der umliegenden Freianlagen und Schulhofbereiche. Die Planung sieht ein eigenständiges Gebäude mit ca. 50 Räumen und ca. 3.200 qm BGF auf drei bis vier Etagen für wechselnde Nutzergruppen vor.

Mit Blick auf den Förderantrag für die EFRE-Förderung des Projekts ist der Abschluss der Entwurfsplanung bis Anfang 12/2018 geplant. Der Zeitplan sieht die Fertigstellung des Bauvorhabens bis Ende 2021 vor, so dass das Community Center im Jahr 2022 eröffnet werden kann.

Für die Vergabe der Planungsleistungen führte das Immobilien-Management Duisburg (IMD) ein Vergabeverfahren nach der Vergabeordnung mit vorgelagertem, nicht offenem Planungswettbewerb durch. Teilnehmende am Planungswettbewerb waren sieben Teams der Fachrichtung Architektur, Landschaftsarchitektur, Tragwerksplanung und der Fachplanung für Technische Gebäudeausrüstung. Federführend ist die Fachdisziplin Architektur.

Das Preisgericht hatte bereits am 9. Mai 2018 unter dem Vorsitz des Bochumer Architekten Holger Rübsamen in der Mensa der Herbert Grillo-Gesamtschule in Marxloh getagt. Es betonte dabei die hohe Qualität aller Wettbewerbsbeiträge. Insgesamt sieben Bewerbergemeinschaften hatten eine Arbeit anonym und fristgerecht eingereicht.

Mit dem ersten Preis wurde die Arbeit des Planungsteams unter der Führung des Architekturbüros „as-if Architekten Grundei Kaindl GbR, Berlin, mit capatti staubach Urbane Landschaften  Landschaftsarchitekten, Berlin“ ausgezeichnet.  Das Projekt bildet die Grundlage für die Umsetzung des Neubaus und die Neuordnung der Außenbereiche des gesamten Schulareals.

Das Projekt überzeugte Preisrichter durch seinen offenen, dem Quartier zugewandten Charakter. Foyer und Kaffeebereich werden über einen Vorplatz mit der großen Platane am Platz „An der Paulskirche“ erreicht. Der Vorplatz wird dabei selbstverständlich in die Nutzungen des Campus mit einbezogen. Die niedrigschwellige Eingangssituation setzt sich auch in den rund um ein Atrium und Lichthof organisierten Obergeschossen fort. Das Projekt löst den Anspruch eines „lebendigen offenen Hauses“ ein, den die Beteiligten des Campus Marxloh und der Herbert-Grillo-Gesamtschule im Vorfeld formulierten. Es war zudem ein Favorit, für die an den Beratungen des Preisgerichts mitwirkenden Schülerin und Schüler der Gesamtschule.

Die Jury verlieh darüber hinaus einen zweiten Preis sowie zwei Anerkennungen.

Bis November 2018 soll eine Planung vorliegen, die den Anforderungen einer Förderung mit EU-Fördermitteln entspricht. „Starke Quartiere – Starke Menschen“ so lautete der Programmaufruf in dessen Rahmen das integrierte Stadtteilentwicklungskonzept (ISEK) vom Rat der Stadt beschlossen wurde. Erstes zentrales Ziel für den Stadtteil Marxloh ist die Stärkung und Weiterentwicklung als Bildungsstandort.

Die Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten im Flur der Mensa der Herbert-Grillo Gesamtschule, Diesterwegstraße 6, 47169 Duisburg kann ab dem 28. Mai jeweils von montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr besucht werden und wird bis zum Donnerstag, den 14. Juni 2018 dauern.

geplanter Neubau: Gebäude rechts mit begrüntem Dachgarten und Neugestaltung des Umfeldes

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