Interkulturelle Beraterinnen und Berater

Die Interkulturellen Beraterinnen und Berater (IKB) sind Pioniere in der Duisburger Elternarbeit. Was im Jahre 1999 mit Hausbesuchen bei Migranteneltern als Bildungswerbung, im Auftrag des Jugendamtes der Stadt Duisburg, begann, weitete sich als Gruppenangebot mit regelmäßigen themenorientierten Treffs in Kindertageseinrichtungen aus und umfasst heute die familiäre Bildungs- und auch Erziehungsberatung entlang der Bildungsbiographie der Kinder und Jugendlichen – von der frühkindlichen Bildung bis in die Sekundarstufe.

Beschreibung

Inzwischen sind die Interkulturellen Beraterinnen und berater ein fester Bestandteil der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft an allen kooperierenden Bildungseinrichtungen, was eine im Sommer 2017 durchgeführte Evaluation nachdrücklich bestätigt.

Die Beraterinnen und Berater verfügen über mehrsprachige Kompetenzen, haben Kenntnisse verschiedener Kulturen und umfängliche Erfahrungen in kultursensibler Gesprächsführung. Regelmäßig nehmen sie an Qualifizierungsangeboten teil, erweitern ihre kommunikativen Kompetenzen und reflektieren ihr diversitätsbewusstes Handeln in Bildung und Erziehung. 

Durch zielgruppengerechte Ansprache unterstützen sie Bildungsberatung an den kooperierenden Institutionen, fördern dort die Mitwirkung zugewanderter Eltern in diesen Institutionen und somit letztlich die gesellschaftliche Teilhabe. Zugleich regen sie die Pädagoginnen und Pädagogen an, ihre pädagogische Arbeit im Umgang mit Vielfalt wertschätzend und unterstützend zu gestalten.

Dies spiegelt ihr vielfältiges Angebot wider: 

- feste Sprechstunden an vielen Bildungsinstitutionen
- Beratung zu Bildung, Erziehung und Betreuung
- themen- und dialogorientierte Elterngruppen
- Begleitung zu Fachinstitutionen

Die Interkulturellen Beraterinnen und Berater sind sozialräumlich vernetzt und kooperieren vor Ort mit Fachinstitutionen, wie z. B. Gesundheitsamt, Jugendhilfeeinrichtungen. Auch kennen sie zusätzliche weitere Bildungs- und Freizeitangebote in den Stadtteilen und regen die Familien an, diese zu nutzen.

Derzeit arbeiten ca. 20 Interkulturelle Beraterinnen und Berater mit folgenden Sprachkenntnissen an Schulen und in Kindertageseinrichtungen: Deutsch, türkisch, russisch, kurdisch, arabisch, französisch, englisch, berberisch, portugiesisch, lingala, bulgarisch, rumänisch und mazedonisch.

Sie sind tätig an ca. 50 Kindertageseinrichtungen / Familienzentren und an 40 Schulen aller Schulformen. Nach wie vor ist ein steigender Bedarf an Interkulturellen Beratungsangeboten bei Bildungs- und Fachinstitutionen erkennbar – vor allem in Quartieren mit besonderen Herausforderungen. 

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