FAQ-Bodenbelastung in Duisburg

Bin ich bei der Gartenarbeit gefährdet?

Ob auf Ihrem Grundstück eine Gefahr besteht, kann letztlich nur durch eine Untersuchung geklärt werden. Eine akute Gefährdung besteht jedenfalls nicht. Die Stadt hat bereits 2002 Empfehlungen zum Umgang mit belastetem Boden veröffentlicht:

  • Verhindern Sie möglichst den direkten Kontakt, insbesondere von Kleinkindern mit dem Erdboden.
  • Lassen Sie Kinder nicht auf unbedecktem Boden oder zugänglichen Beeten bzw. in Gebüschen spielen.
  • Achten Sie darauf, dass Kinder den Erdboden nicht in den Mund nehmen oder verschlucken und dass nach dem Spielen die Hände gewaschen werden.
  • Verzichten Sie möglichst auf den Verzehr von selbstangebautem Gemüse oder Obst. Wenn Sie sich an die Empfehlungen aus 2002 halten, sind Sie auf der sicheren Seite.

Welche gesundheitlichen Schäden können eintreten?

Mögliche Gesundheitsschäden können erst durch langfristige und regelmäßige Aufnahme der Schadstoffe in den menschlichen Körper entstehen. Die dann möglichen Gesundheitsschäden hängen von der Art des Schadstoffes ab und sollte, wenn es erforderlich ist, im Einzelfall durch einen Umweltmediziner beurteilt werden. Wenn Sie sich an die Empfehlungen aus 2002 halten, sind Sie auf der sicheren Seite.

Wie kann ich mich / meine Kinder schützen?

Indem Sie die folgenden Empfehlungen unbedingt beachten:

Verhindern Sie möglichst den direkten Kontakt, insbesondere von Kleinkindern mit dem Erdboden.
Lassen Sie Kinder nicht auf unbedecktem Boden oder zugänglichen Beeten bzw. in Gebüschen spielen.
Achten Sie darauf, dass Kinder den Erdboden nicht in den Mund nehmen oder verschlucken und dass nach dem Spielen die Hände gewaschen werden.
Verzichten Sie möglichst auf den Verzehr von selbstangebautem Gemüse oder Obst. Wenn Sie sich an die Empfehlungen aus 2002 halten, sind Sie auf der sicheren Seite

Kann ich Pflanzenschnitt / Gartenabfälle kompostieren?

Prinzipiell können Pflanzenschnitt, Garten- und Küchenabfälle kompostiert werden. Hiervon sollte abgesehen werden, wenn die Herkunft der Abfälle unbekannt ist. Laub soll nicht kompostiert werden, da die Blätter durch Schadstoffanhaftungen aus der Luft besonders stark belastet sein können.

Kann ich selbstangebautes Obst / Gemüse verzehren?

Einzelne Schadstoffe, insbesondere Cadmium, können sich in Nutzpflanzen anreichern und auf diesem Wege über den Verzehr aufgenommen werden. Die vom Körper letztlich über selbstangebautes Gemüse und Obst aufgenommene Schadstoffmenge hängt von vielen Faktoren wie der Art und der Menge des Schadstoffes, der Pflanzenart, dem pH-Wert im Boden und der Menge der verzehrten Pflanzen ab. Aufgrund der komplizierten Zusammenhänge kann hier keine pauschale Aussage getroffen werden. Sie sollten daher vorsorglich, auf den Verzehr von selbstangebautem Obst und Gemüse verzichten. Ein Verzehr ist hingegen ohne Bedenken möglich, wenn Sie die Pflanzen in Töpfen oder Hochbeeten kultivieren, die mit schadstofffreiem Boden gefüllt sind. Für Beete sollte hierbei eine Bodentiefe von 60 cm eingehalten werden.

Kann ich das Grundwasser aus meinem Gartenbrunnen noch nutzen? Kann ich damit meine Pflanzen gießen?

Für die Beantwortung dieser Frage nehmen Sie bitte Kontakt mit der Unteren Bodenschutzbehörde auf:

Telefon:0203/283-4697 oder 0203/283-4782.

 

Was tut die Stadt gegen die Bodenbelastungen?

Nachdem sich in den letzten Jahren durch die Erstellung der digitalen Bodenbelastungskarte für Duisburg die Hinweise auf flächenhafte Bodenbelastungen verdichtet haben, hat die Stadt Duisburg ein Konzept zum Umgang mit diesen Bodenbelastungen durch ein Gutachterbüro entwickeln lassen.

Es ist vorgesehen, bei Überschreitung bestimmter Grenzwerte für Schadstoffkonzentrationen im Boden (Sanierungs-)Maßnahmen durchzuführen, die nach Art und Menge der Schadstoffe bemessen und an die Gegebenheiten des jeweiligen Grundstückes angepasst sind.

In einem ersten Schritt ist nun die Untersuchung aller betroffenen Grundstücke im Bereich Wanheim-Angerhausen vorgesehen, damit Klarheit über die jeweilige Schadstoffbelastung besteht. Auf dieser Basis werden dann für jedes Grundstück Maßnahmen entwickelt, um die Grundstücke wieder gefahrenfrei nutzbar zu machen.

Was kann ich tun?

Um eine Gefährdung auszuschließen, sollten Sie unbedingt die folgenden Empfehlungen beachten:

  • Verhindern Sie möglichst den direkten Kontakt, insbesondere von Kleinkindern mit dem Erdboden.
  • Lassen Sie Kinder nicht auf unbedecktem Boden oder zugänglichen Beeten bzw. in Gebüschen spielen.
  • Achten Sie darauf, dass Kinder den Erdboden nicht in den Mund nehmen oder verschlucken und dass nach dem Spielen die Hände gewaschen werden.
  • Verzichten Sie möglichst auf den Verzehr von selbstangebautem Gemüse oder Obst.

Sonstige Maßnahmen, die Sie vielleicht umsetzen wollen, sollten Sie dringend mit den Fachleuten der Unteren Bodenschutzbehörde abstimmen.

Muss ich den Boden austauschen?

Ein Bodenaustausch ist nur bei besonders hohen Schadstoffbelastungen erforderlich, wenn andere Maßnahmen nicht mehr weiterhelfen. Ob ein Bodenaustausch auch auf Ihrem Grundstück erforderlich ist, hängt u. a. von der Höhe der Belastungen ab. Fragen Sie hierzu am besten bei der Unteren Bodenschutzbehörde nach.

Können die Schadstoffe ausgasen?

Bei den Schadstoffen handelt es sich i. d. R. um Schwermetalle. Diese können nicht ausgasen.

Woher kommen die Schadstoffe?

Die Schadstoffe sind zum größten Teil durch Staubniederschläge der örtlichen Metallindustrie in die Böden gelangt und haben sich im Laufe der Zeit dort angereichert.

Welche Schadstoffe liegen vor?

Blei, Cadmium und Arsen.

Welche Grenzwerte gelten?

Die Grenzwerte hängen vom Schadstoff und von der Art der Bodennutzung ab. Für Kinderspielflächen gelten beispielsweise strengere Grenzwerte als für Wohngebiete. Die für Duisburg entwickelten Grenzwerte können bei der Unteren Bodenschutzbehörde erfragt werden.

Haben noch weitere Bürger / Nachbarn Belastungen in ihren Gärten?

Die Bodenbelastungen sind weitgehend flächenhaft vorhanden. Insgesamt sind ca. 67 km² in Duisburg betroffen.

Wohne ich auf einer Altlast?

Der Gesetzgeber unterscheidet den Begriff der Altlast bewusst von dem der sogenannten "Immissionsbedingten schädlichen Bodenveränderung".

Eine Altlast ist auf eine frühere gewerbliche oder industrielle Nutzung auf dem betroffenen Grundstück zurückzuführen, durch die Schadstoffe in Boden und Grundwasser gelangt sind und so zu einer Gefährdung führen (z. B. ein ausgelaufener Benzintank einer ehemaligen Tankstelle); ferner zählen sogenannte Altablagerungen (beispielsweise ehemalige wilde Müllkippen, mit Abfällen verfüllte Kiesgruben u. ä.) zu den Altlasten.

Die vorliegenden flächenhaften Bodenbelastungen sind zwar auch durch industrielle Einflüsse entstanden; hierbei ist die Hauptursache jedoch in den Staubniederschlägen zu sehen. Der Eintrag ist also über die Luft erfolgt und die Ursache liegt somit nicht auf dem betroffenen Grundstück selbst. Man spricht daher von einer sogenannten "Immissionsbedingten schädlichen Bodenveränderung".

Ob Ihr Grundstück eventuell zusätzlich auf einer altlastverdächtigen Fläche oder Altlast liegt, können Sie bei der Unteren Bodenschutzbehörde erfragen, indem Sie einen Antrag auf Auskunft aus dem Altlastenkataster stellen.

Haben die Belastungen eine Wertminderung des Grundstückes zur Folge?

Wie viele andere Faktoren (Umfeld, Erschließung, Lage) haben auch Bodenbelastungen generell Auswirkungen auf den Wert eines Grundstückes. Ob eine dauerhafte Wertminderung zu befürchten ist, hängt davon ab, inwieweit durch die noch zu entwickelnden Maßnahmen zum Umgang mit den Bodenbelastungen eine Nutzung des Grundstückes ohne Beeinträchtigungen oder Beschränkungen wieder erreicht werden kann. Eine genaue Einschätzung sollte von einem Sachverständigen vorgenommen werden.

Ich bin nicht damit einverstanden, dass mein Grundstück in einem "Belastungsgebiet" liegen soll und verlange Beweise!

Die Bodenbelastungskarte für Duisburg wurde nach den geltenden fachlichen Leitfäden erstellt. Sie gibt deutliche Hinweise auf flächenhafte Bodenbelastungen in Duisburg.

Eine weitere Konkretisierung der Belastungsgebiete erfolgte im Rahmen der Erstellung eines Maßnahmenkonzeptes zum Umgang mit den flächenhaften Bodenbelastungen. Im Rahmen dieses Konzeptes wurden neben den Daten aus der Bodenbelastungskarte noch Daten aus anderen Bodenuntersuchungen ausgewertet, so dass insgesamt weit über 5000 Analysendaten für Duisburg berücksichtigt wurden.

Die Daten wurden nach wissenschaftlich gängigen Verfahren statistisch ausgewertet und auf dieser Basis die Belastungsgebiete eingegrenzt.

Warum kann die Stadt einfach neue Werte für Duisburg festlegen?

Wenn die Prüfwerte der Bodenschutzverordnung auf einem Grundstück überschritten werden, müssen weitere Untersuchungen durchgeführt werden. Aus den Ergebnissen werden dann normalerweise für ein einzelnes Grundstück Maßnahmenwerte berechnet, die höher sind als die Prüfwerte. Wenn diese neuen Werte dann überschritten werden, müssen Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden oder Einschränkungen im Garten erfolgen (z. B. Verzicht auf Gemüseanbau).

Für Duisburg liegen bereits über 5000 einzelne Ergebnisse aus Bodenuntersuchungen vor. Da in sehr vielen Fällen die Prüfwerte überschritten werden, hat die Stadt aus diesen Daten für die einzelnen Schadstoffe Maßnahmenwerte berechnet, die nun nicht mehr nur für ein einzelnes Grundstück gelten, sondern für die ganze Stadt.

Dies war nötig, damit der richtige Umgang mit den Bodenbelastungen in überschaubarer Zeit geregelt werden kann. Andernfalls müssten tausende Grundstücke in der Stadt einzeln untersucht werden, was einen enorm langen Zeitraum und enorme finanzielle Mittel in Anspruch nehmen würde.

Wieso ist nun plötzlich die ganze Stadt von den Bodenbelastungen betroffen? Wie groß ist das Gebiet genau?

Die Stadt hat seit dem Jahr 2000 daran gearbeitet, eine digitale Bodenbelastungskarte zu erstellen. Das Ergebnis liegt seit 2007 vor. Die Prüfwerte der Bodenschutzverordnung werden auf ca. 67 km² überschritten, das sind ungefähr 48 % des besiedelten Gebietes der Stadt Duisburg. Das ganze Ausmaß der Bodenbelastungen wurde erst im Zuge der Arbeiten zur Bodenbelastungskarte deutlich.

Was wird gegen die Bodenbelastungen getan?

Die Stadt hat ein Konzept zum Umgang mit den großflächigen Bodenbelastungen entwickelt. Weil ein sehr großes Gebiet der Stadt betroffen ist (ca. 67 km²) kann nicht für jedes einzelne Grundstück eine extra Untersuchung durchgeführt werden. Es konnten besonders stark belastete Bereiche ermittelt werden, in denen nun Maßnahmen erforderlich werden:

In Wanheim-Angerhausen werden Sanierungsmaßnahmen erforderlich und in vielen weiteren Bereichen der Stadt gibt es Einschränkungen beim Gemüseanbau.

Welche Maßnahmen genau erforderlich werden, wird derzeit erarbeitet und geplant. Da ein sehr großes Gebiet betroffen ist, wird hierfür auch entsprechend Zeit benötigt.

In Wanheim-Angerhausen, das von den Bodenbelastungen am stärksten betroffen ist, finden bereits Untersuchungen statt, um die am besten geeigneten Sanierungsmaßnahmen zu bestimmen.

Wo liegt der Unterschied zwischen den Beurteilungswerten 1 und 2?

Bei Überschreitung des Beurteilungswertes 1 werden sogenannte "weiche Maßnahmen" erforderlich, das heißt einfache, kostengünstige Maßnahmen, die man i. d. R. selber in seinem Garten durchführen kannn, wie z. B. den Rasen dichter säen, Bodendecker pflanzen, Beete mulchen oder Gemüse in einem Hochbeet mit sauberem Boden anbauen.

Bei Überschreitung des Beurteilungswertes 2 werden harte Maßnahmen erforderlich, die ggf. auch deutliche Eingriffe in den Garten mit sich bringen können, wie z. B. Bodenaustausch oder Bodenüberdeckung.

Kann ich mein Grundstück untersuchen lassen / selber untersuchen? Wer kann eine Untersuchung durchführen?

Eine Untersuchung schafft in jedem Fall Klarheit über die tatsächlichen Schadstoffgehalte im Boden auf Ihrem Grundstück. Bei einer Untersuchung müssen schon bei der Entnahme der Bodenproben viele Dinge beachtet werden, da es hierzu in der Bundes-Bodenschutzverordnung entsprechende Anweisungen gibt.

Die Probe sollte am besten durch einen Gutachter entnommen werden. Einen Gutachter können Sie beispielsweise in den örtlichen oder überregionalen "Gelben Seiten" finden, wenn Sie unter den Stichworten "Bodengutachten", "Bodenuntersuchung" oder "Geologie" suchen.

Wichtig ist, dass der Gutachter die Untersuchung vorab mit der Unteren Bodenschutzbehörde der Stadt Duisburg bespricht, damit keine Fehler passieren oder Dinge vergessen werden. Auch der Umfang der chemischen Untersuchungen sollte vorher mit der Unteren Bodenschutzbehörde geklärt werden.

Die Untere Bodenschutzbehörde können Sie unter der Telefonnummer 0203/283-4697 oder 0203/283-4782 erreichen.

Können die Bodenbelastungen in Zukunft weiter steigen?

Im Boden sammeln sich im Laufe der Zeit Schadstoffe an, wenn beispielsweise durch eine industrielle Umgebung Schadstoffe über die Luft eingetragen werden. Auch über den Verkehr und Haushalte gelangen Schadstoffe über die Luft in den Boden. Die Industriebetriebe verfügen heute über einen hohen Standard an Abgasreinigungstechnik, so dass der Schadstoffausstoß geringer ist als früher und dementsprechend die Bodenbelastungen wenn überhaupt nur noch sehr langsam ansteigen.

Warum heißt es "Bodenschutzgebiet"? Es geht doch um Bodenbelastungen, oder nicht?

Der Name "Bodenschutzgebiet" ist gesetzlich vorgegeben (§ 12 des Landesbodenschutzgesetzes Nordrhein-Westfalen). In einem Bodenschutzgebiet kann es Regelungen zu Bodenbelastungen geben, aber auch zum Schutz von Böden.

Welchen Sinn hat ein Bodenschutzgebiet? Davon gehen die Bodenbelastungen doch nicht weg!

Ein Bodenschutzgebiet beschreibt besondere "Spielregeln", die künftig in Duisburg in den Bereichen gelten werden, in denen der Boden bestimmte Schadstoffgehalte hat.

Ähnlich wie im Straßenverkehr, wo Regeln zur Geschwindigkeit, Vorfahrt etc. gelten, damit niemand verletzt wird, wird es zum Thema Boden Regelungen geben, damit bei Bodenbelastungen langfristig nicht die Gesundheit gefährdet wird.

In einigen Fällen wird der stark belastete Boden sicher auch beseitigt werden müssen; in den meisten Fällen reichen aber bestimmte einfache Regeln wie z. B. der Verzicht auf Gemüseanbau aus, damit keine Gesundheitsgefährdung mehr besteht.

Das Bodenschutzgebiet beschreibt die Bereiche, in denen solche Regelungen gelten. Zu dem Bodenschutzgebiet gehört eine sog. Rechtsverordnung, in der diese Regelungen genau aufgeführt sind. Die Stadt darf nach dem Landesbodenschutzgesetz solche Regelungen festsetzen.

Ich bin nicht damit einverstanden, dass mein Grundstück in einem Bodenschutzgebiet liegt und werde mich auch nicht an irgendwelche Regeln oder Auflagen halten!

Bei der Festlegung des Bodenschutzgebietes haben alle Betroffenen die Möglichkeit, ihre Einwände und Bedenken mitzuteilen. Letztlich soll die Festsetzung des Bodenschutzgebietes aber dem Schutz Ihrer Gesundheit dienen, so dass es schon sinnvoll ist, sich an die Regelungen zu halten.

Es gibt für jeden Bürger die Möglichkeit, durch eine Bodenuntersuchung nachzuweisen, dass der Boden im eigenen Garten vielleicht doch nicht belastet ist. In diesem Fall kann man einen Antrag stellen und es besteht dann die Möglichkeit, das entsprechende Grundstück aus dem Bodenschutzgebiet wieder herauszunehmen.

Mein Grundstück wird an Wert verlieren, wenn es in einem Bodenschutzgebiet liegt! Ich bin damit nicht einverstanden!

Ob ein Wertverlust eintreten wird, ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht sicher absehbar. Es liegen allerdings sehr viele Grundstücke im künftigen Bodenschutzgebiet (insgesamt sind 67 km² des Stadtgebietes betroffen!).

Außerdem ist zu beachten, dass bei der Wertermittlung auch andere Faktoren sehr wichtig sind, z. B. Baujahr, Renovierungszustand, Anbindung, Lage etc. Außerdem zeigt das Bodenschutzgebiet ja nur Wege auf, wie man mit den Bodenbelastungen am besten und einfachsten umgehen soll. Die Bodenbelastungen sind nun mal trotzdem vorhanden, ob es ein Bodenschutzgebiet gibt oder nicht.

Mit welchen Einschränkungen oder Maßnahmen muss ich rechnen? Welche Kosten kommen auf mich zu?

Welche Einschränkungen oder Maßnahmen in welchen Bereichen der Stadt erforderlich werden, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genau fest. In den meisten Fällen wird es wahrscheinlich auf Einschränkungen oder Verbote in Bezug auf den Anbau von Gemüse im eigenen Garten hinauslaufen.

Im Bereich Angerhausen werden in vielen Fällen hingegen wahrscheinlich Sanierungsmaßnahmen erforderlich. Da der genaue Umfang von möglichen Maßnahmen noch nicht feststeht, kann derzeit auch noch nichts zu möglichen Kosten gesagt werden.

Wird das Bodenschutzgebiet irgendwann wieder aufgehoben?

Das Bodenschutzgebiet kann in seinem Umfang geändert werden, wenn beispielsweise Böden saniert wurden. Auch einzelne Grundstücke, für die durch eine Untersuchung nachgewiesen ist, dass keine Bodenbelastungen vorhanden sind, können auf Antrag aus dem Bodenschutzgebiet herausgenommen werden.

Dass das Bodenschutzgebiet insgesamt wieder aufgehoben wird, ist eher unwahrscheinlich, da in vielen Bereichen keine Sanierungsmaßnahmen erforderlich sind und somit die Bodenbelastungen weiterhin vorhanden sein werden.

Wie wird das Bodenschutzgebiet festgelegt? Wer entscheidet darüber?

Das Bodenschutzgebiet wird in einem Verfahren festgelegt, das mit einem Bebauungsplanverfahren vergleichbar ist. Zuerst erhält die Bodenschutzbehörde einen Arbeitsauftrag durch den Umweltausschuss, ein Konzept für ein Bodenschutzgebiet zu entwickeln. Die Behörde erstellt dann einen Entwurf, der eine Karte des Bodenschutzgebietes und die dazugehörige Rechtsverordnung umfasst, in der die einzelnen Regelungen und Maßnahmen beschrieben sind.

Dieser Entwurf wird dann für einen Monat öffentlich ausgelegt, so dass alle Betroffenen die Gelegenheit haben, Bedenken und Anregungen dazu zu äußern. Außerdem erhalten andere Behörden und Verbände ebenfalls Gelegenheit, sich zu dem Entwurf zu äußern. Anschließend prüft die Bodenschutzbehörde die Bedenken und Anregungen und entscheidet, ob sie berücksichtigt werden.

Wenn Bedenken und Anregungen nicht berücksichtigt werden, erhalten die betreffenden Personen darüber eine Mitteilung. Anschließend wird das Bodenschutzgebiet festgesetzt.

Wann wird das Bodenschutzgebiet festgesetzt?

Zuerst müssen die Untersuchungen in den beiden Belastungsgebieten in Wanheim-Angerhausen abgeschlossen werden (voraussichtlich Mitte 2013).