„Beim Zensus 2022 mitmachen“

Als Erhebungsbeauftragte*r beim Zensus 2022 mitmachen

FAQs Erhebungsbeauftragte

Hier haben wir die Antworten zu einigen häufig gestellten Fragen aufgelistet:

  

1.    Unter welchen Voraussetzungen kann ich Erhebungsbeauftragte*r werden?

Wenn Sie das 18. Lebensjahr vollendet haben und Ihren festen Wohnsitz in Deutschland haben, dürfen Sie Erhebungsbeauftragte*r werden. Ein absolut vertraulicher Umgang mit den erhobenen Daten ist unerlässlich. Vor der Befragung müssen Sie an einer Schulung teilnehmen. Außerdem müssen Sie eine Verpflichtung zum Statistikgeheimnis unterschreiben. 

 

2.    Kann jede*r städtische Mitarbeiter*in Erhebungsbeauftragte*r werden?

Grundsätzlich können sich alle städtischen Mitarbeitenden als Erhebungsbeauftragte bewerben. Der Gesetzgeber hat allerdings ein striktes Rückspielverbot im Zensus verankert. Das bedeutet, dass keine im Rahmen der Erhebung bekannt werdenden Merkmale für das Verwaltungshandeln der Kommunen verwendet werden dürfen. Dazu wird im Einzelfall geprüft, inwieweit bspw. bei einer einschlägigen Tätigkeit in Bereichen des Verwaltungsvollzugs Interessenkonflikte vorliegen könnten, um diesen vorzubeugen.

 

3.    Werden externe Erhebungsbeauftragte automatisch Bedienstete der Stadt Duisburg? 

Nein. Als Erhebungsbeauftragte*r üben Sie eine ehrenamtliche Tätigkeit aus. Für die Tätigkeit wird eine Aufwandsentschädigung gezahlt. 

 

4.    Wann findet die Erhebung statt?

Am 15. Mai 2022 ist der Zensusstichtag. Die Erhebungen nehmen ab diesem Zeitpunkt drei Monate in Anspruch und finden daher von Mitte Mai bis Mitte August statt. Eine erste Kontaktaufnahme zwecks Terminankündigung kann bereits vor dem 15. Mai stattfinden. Grundsätzlich können Sie sich Ihre Termine während dieses Zeitraumes frei einteilen (auch an Wochenenden möglich).

 

5.    Wie werde ich als Erhebungsbeauftragte*r vergütet? 

Die Vergütung richtet sich grundsätzlich nach der Anzahl der erfolgreich durchgeführten Befragungen. Sie erhalten einen Pauschalbetrag zur Sicherstellung Ihrer Erreichbarkeit. Der Pauschalbetrag von ca. 45€ enthält eine pauschale Vergütung für die Teilnahme an der Schulung sowie für Hygieneartikel und Testmaterial im Rahmen der Pandemie. Zudem ist eine Telefonpauschale zur Nutzung des eigenen Endgerätes enthalten (siehe Frage 17). 

Darüber hinaus ist pro durchgeführter Befragung (i.d.R. ca. 15 Minuten) einer/eines Auskunftspflichtigen eine Vergütung von bis zu 8 € vorgesehen. Die Vergütung bemisst sich entsprechend an der Anzahl der erfolgreich durchgeführten Befragungen und beinhaltet die entstehenden Fahrtkosten. Auch für Interviewausfälle und teilweise erfolgreiche Interviews sind Beträge vorgesehen.

 

Grobes Rechenbeispiel:

 

Kann ein*e Erhebungsbeauftragte*r beispielsweise zeitlich einen Umfang von 150 Auskunftspflichtigen abdecken, führt mit 100 - 120 Auskunftspflichtigen erfolgreich ein kurzes Interview und händigt weitere Unterlagen aus, ergibt sich ein Betrag von bis zu 1.000 € für den/die Erhebungsbeauftragte*n. Werden alle 150 Auskunftspflichtigen erreicht, steigt die Vergütung auf bis zu 1.400 €. Bei mehr Befragten kann sich eine höhere Vergütung ergeben, bei einer geringeren Anzahl sinkt entsprechend die Gesamtvergütung. Die Berechnung ergibt sich aus der Situation vor Ort.

 

Geplant ist, dass städtische Mitarbeiter*innen sowohl den Schulungstermin als auch die Übergabe der Erhebungsunterlagen innerhalb der Dienstzeit wahrnehmen können. Eine finale Klärung steht derzeit noch aus.

 

6.    Sind die Aufwandsentschädigungen steuerpflichtig?

Da Sie als Erhebungsbeauftragte*r ehrenamtlich tätig sind, ist die Aufwandsentschädigung nach § 20 Abs. 3 Satz 2 Zensusgesetz 2022 steuerfrei. 

 

7.    Werden meine Fahrtkosten erstattet?

Die entstehenden Fahrtkosten sind bereits in der Vergütung (siehe Frage 5) berücksichtigt worden. Eine separate Fahrtkostenerstattung ist daher nicht vorgesehen. 

 

8.    Wie viele auskunftspflichtige Personen werden mir zugeteilt?

Durchschnittlich werden Ihnen ca. 150 auskunftspflichtige Personen zugeteilt. Die Zuteilung ist von den örtlichen Gegebenheiten, sowie Ihrer zeitlichen Verfügbarkeit abhängig. Bei weniger zeitlichen Ressourcen können auch weniger Auskunftspflichtige erhoben werden, grundsätzlich ist auch eine größere Anzahl Auskunftspflichtiger möglich.

 

9.    Gibt es aufgrund der Corona-Pandemie ein konkretes Hygienekonzept?

Für die Erhebungsbeauftragten besteht (seitens IT.NRW-Statistisches Landesamt) ein Hygienekonzept. Dieses wird der aktuellen Lage entsprechend angepasst. Es sind ungeachtet dessen die aktuelle Coronaschutzverordnung des Landes und die Allgemeinverfügung der Stadt Duisburg einzuhalten. Sie werden mit allen notwendigen Hygienematerialien ausgestattet bzw. erhalten eine entsprechende Pauschale zur Anschaffung dieser. 

 

10.  Wie werden die Daten an die Erhebungsstelle übermittelt?

Die Kurzfragebögen bei Vor-Ort-Befragungen werden von den Erhebungsbeauftragten ausgefüllt und in regelmäßigen Abständen an die Erhebungsstelle ausgehändigt. Weiterhin muss ein Großteil der Befragten einen erweiterten Fragebogen bspw. zu sozioökonomischen Merkmalen ausfüllen. Dazu stehen dem Auskunftspflichtigen verschiedene Wege zur Verfügung. Prinzipiell ist der bevorzugte Weg, dass der/die Erhebungsbeauftragte Zugangsdaten für ein Online-Formular übergibt, dass die Befragten selbst später ausfüllen können. Darüber hinaus besteht prinzipiell die Möglichkeit, auch den erweiterten Fragebogen mit dem/der Erhebungsbeauftragten gemeinsam auszufüllen, was insbesondere in Zeiten der Pandemie ein Sonderfall sein soll. Darüber hinaus haben die Befragten die Möglichkeit, ihre Angaben telefonisch (Hotline von IT.NRW – Statistisches Landesamt) sowie persönlich in der Erhebungsstelle zu übermitteln oder den zu übergebenden Papierfragebogen mit der Post an die Erhebungsstelle zu senden. 

 

11.  Wo werde ich als Erhebungsbeauftragte*r eingesetzt?

Ihnen werden als Erhebungsbeauftragte*r Erhebungsbezirke außerhalb Ihres unmittelbaren Wohnortes zugewiesen, gleichzeitig werden wir nach Möglichkeit versuchen, lange Anfahrtswege für Sie zu vermeiden. 

 

12.  Bin ich unfallversichert?

Ja. Da es sich um eine ehrenamtliche Tätigkeit handelt, sind Sie als Erhebungsbeauftragte*r kraft Gesetz unfallversichert (vgl. § 2 Abs. 1 Nr. 10 a i.V.m. § 8 Abs. 1, 2 SGB VII).

 

13.  Wird meine Aufwandentschädigung auf die staatlichen Leistungen (Leistungen nach dem SGB II, BAföG, Sozialhilfe etc.) angerechnet?

Ggf. ist die Aufwandsentschädigung ganz oder auch teilweise bei der Bemessung von Sozialleistungen zu berücksichtigen. Bitte erfragen Sie dies im Einzelnen bei Ihrer zuständigen Leistungsstelle.  

Zudem gibt es eine unverbindliche Einschätzung vom Bundesministerium für Inneres und Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Die Aufwandsentschädigungen von Erhebungsbeauftragten ist von der sogenannten Ehrenamtspauschale des § 11b Abs. 2 S. 3 SGB II und § 82 Abs. 2 S. 2 SGB XII erfasst. Es besteht also die Möglichkeit, dass monatlich ein Betrag von bis zu 250 Euro nicht als Einkommen berücksichtigt wird und daher anrechnungsfrei auf Leistungen der Grundsicherung und der Sozialhilfe ist.

 

14.  Brauche ich für meine Tätigkeit einen PKW?

Die Wege zu den einzelnen Erhebungsbezirken sind auch über andere Verkehrsmittel (bspw. ÖPNV) bzw. zu Fuß zu erreichen. Da der Einsatz nicht am eigenen Wohnort stattfindet und somit längere Wege entstehen könnten, ist ein eigener PKW jedoch von Vorteil. 

 

15.  Wann findet meine Schulung statt? 

Die Schulungstermine finden im März und April 2022 statt. 

 

16.  Werde ich für meine Tätigkeit durch die Stadt Duisburg ausgestattet?

Ja. Sie erhalten u.a. einen Erhebungsbeauftragten-Ausweis, Handbücher und Anleitungen sowie Sammelmappen, Klemmbretter, Kugelschreiber und eine Tasche. Darüber hinaus werden Ihnen die Erhebungsunterlagen und Begleitdokumente (z.B. Fragebögen, Übersetzungshilfen, Unterrichtung nach DSVGO u.a.) zur Verfügung gestellt.

 

17.  Benötige ich für die Befragung ein eigenes Telefon?

Grundsätzlich ist es derzeit nicht geplant, die Befragung telefonisch durch die Erhebungsbeauftragten durchführen zu lassen. Dennoch soll es den Auskunftspflichtigen bei der Kontaktaufnahme möglich sein, den Erhebungsbeauftragten telefonisch zu kontaktieren. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten. 

Grundsätzlich ist es möglich, das eigene Endgerät zu verwenden und die eigene Nummer anzugeben. Mithilfe der Telefonpauschale in Ihrer Vergütung können Sie sich beispielsweise Guthaben oder eine weitere SIM-Karte oder ein weiteres Mobilgerät für Ihre Tätigkeit anschaffen. 

Für den Fall, dass Sie Ihre private Nummer nicht an Auskunftspflichtige weitergeben aber ihr eigenes Endgerät nutzen möchten, werden wir voraussichtlich für alle Erhebungsbeauftragten eine eigene städtische Nummer einrichten, die auf ihr persönliches Endgerät umgeleitet wird, die Auskunftspflichtigen bekommen entsprechend keine Kenntnis Ihrer privaten Telefonnummer. 

 

18.  Findet der Zensus auch bei wieder steigenden Covid-19-Inzidenzen statt? 

Nach derzeitigem Stand wird der Zensus 2022 planmäßig stattfinden. Die Behörden behalten die pandemische Lage im Auge. Sollten sich Änderungen oder Verschiebungen ergeben, wird dies rechtzeitig bekannt gegeben. 

 

19.  Benötigen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes eine Nebentätigkeitsgenehmigung?

Die Nebentätigkeit ist grundsätzlich für Beamte*innen genehmigungspflichtig und für Angestellte des öffentlichen Dienstes anzeigepflichtig. Eine allgemeine Regelung zur Genehmigung bzw. Meldung ist nicht möglich, daher muss jede*r einzelne Erhebungsbeauftragte*r die Nebentätigkeit selbst beantragen bzw. melden. Es wird davon ausgegangen, dass pro Woche maximal 6 Stunden anfallen. Über den gesamten Erhebungszeitraum fallen maximal 40 Stunden an. 

 

20.  Wo erhalte ich weitere Informationen?

Im Bereich „Links und Downloads“ haben wir verschiedene Links rund um den Zensus 2022 aufgeführt. Dort erhalten Sie weitere Informationen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Durchführung in Duisburg haben, melden Sie sich gerne bei der kommunalen Erhebungsstelle in Duisburg per E-Mail unter zensusstadt-duisburgde oder telefonisch unter 0203/283 9699.