4. März 2026 | Freilandartenschutz für jedermann – Nistkästen
Für das Vorkommen von Vögeln ist neben einem ausreichenden Nahrungsangebot das Vorhandensein geeigneter Nistplätze entscheidend. Während Arten, die ihr Nest offen anlegen, im menschlichen Siedlungsraum häufig noch passende Plätze finden, ist die Auswahl für Höhlenbrüter begrenzt. In natürlichen Lebensräumen nutzen sie verlassene Spechthöhlen oder alten Bäumen mit Hohlräumen, die in Städten und Dörfern häufig fehlen.
Der Vortrag zeigt, wie diesem Mangel mit Nisthilfen begegnet werden kann. Vorgestellt werden geeignete Lösungen für verschiedene Vogelarten und deren Anforderungen. Auch mögliche negative Effekte eines übermäßigen Angebots an Nistkästen werden angesprochen.
Referent: Dr. Benedikt Gießing
11. März 2026 | Seeadler in der Rheinaue Walsum
Der Vortrag informiert über das Vorkommen und Verhalten der Seeadler in der Rheinaue Walsum. Vorgestellt werden ihre Ansiedlung, Beobachtungsmöglichkeiten sowie die Bedeutung der Walsumer Auenlandschaft als Lebensraum. Außerdem werden aktuelle Entwicklungen und Maßnahmen zum Schutz der Seeadler in Duisburg erläutert.
Referent: Christian Falk
18. März 2026 | Naturnahe Gärten als Beitrag zu Klimawandelanpassung und Artenschutz
Der Leitfaden zur Förderung von Stadtbegrünung und Artenvielfalt, entwickelt im Rahmen der städtischen Agenda „Mehr Grün für Duisburg“ vom Umweltamt der Stadt Duisburg, wird vorgestellt und erläutert. Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch einfache Maßnahmen im eigenen Garten das Stadtklima verbessert und die Artenvielfalt gestärkt werden kann.
Thematisiert wird die Bedeutung städtisches Grüns im Kontext des Klimawandels, insbesondere im Hinblick auf sommerliche Hitze, Trockenheit und Starkregen. Private Gärten und Bäume werden als wichtige grüne Inseln im Stadtgebiet hervorgehoben. Auch kleine Flächen können zur Schaffung ökologischer Korridore beitragen und im Zusammenspiel eine große Wirkung entfalten – für eine grünere, klimaresiliente und lebenswertere Stadt.
Referentin: Dr. Henriette Werner
25. März 2026 | Der Umgang mit Fund- und Wildtieren in Duisburg
Im Stadtgebiet kommt es immer wieder zu Begegnungen mit Fundtieren oder wild lebenden Arten. Der Vortrag greift solche Situationen auf und erläutert, wie in diesen Fällen verantwortungsvoll gehandelt werden kann. Der Umgang mit freilaufenden Hunden oder Katzen ist nicht Bestandteil der Veranstaltung.
Beleuchtet wird unter anderem, wie bei exotischen Arten wie Papageien, Echsen oder Schlangen zu verfahren ist. Ebenso geht es um Fälle wie bei einem Fund von einem hilflosen Jungvogel, einem jungen Eichhörnchen oder einem verletzten Igel im Garten. Auch der Umgang bei Wespen oder Hornissen im Wohnumfeld wird thematisiert.
Erläutert werden die rechtlichen Grundlagen und die bestehenden Möglichkeiten, Tieren zu helfen. Zudem wird aufgezeigt, welche Folgen Eingriffe in natürliche Abläufe für die Tierwelt haben können.
Referentin: Christina Kremers
15. April 2026 | Umsetzung des Freilandartenschutzes bei der Unteren Naturschutzbehörde
Der Schutz wild lebender Tierarten spielt im Stadtgebiet eine wichtige Rolle, insbesondere bei Abbruch, Bau oder Sanierung von Gebäuden. Dabei sind die Vorgaben des Bundesnaturschutzgesetzes zu beachten, um Tiere nicht schwer oder tödlich zu verletzen und ihre Fortpflanzungsstätten zu erhalten. Vorgestellt werden die Instrumente, mit denen die Untere Naturschutzbehörde Arten und Lebensräumen bei Bauvorhaben sichert.
Auch nach der Bebauung eines Grundstücks bleiben artenschutzrechtliche Fragen relevant. Dazu zählt das Verbot, Gehölze zwischen dem 1. März und dem 30. September zu beseitigen. Zudem werden Lösungsansätze im Umgang mit Wespen und Hornissen erläutert.
Referentin: Christina Kremers
22. April 2026 | Die Rheinaue Walsum und die Arbeit des ehrenamtlichen Naturschutzwächters in diesem Gebiet
Als ökologisch wertvollste Gebiet in Duisburg beherbergt die Rheinaue eine außergewöhnliche Artenvielfalt. Neben dem Seeadler, der seit 2025 hier brütet, sind zahlreiche weitere seltene Vogelarten nachgewiesen. Insgesamt leben dort mehr als 4.000 Tier-, Pflanzen- und Pilzarten.
Vorgestellt werden die Lebensräume, die Vorgehensweise der Arteninventarisierung am Beispiel der Schmetterlinge mit über 550 erfassten Arten sowie die Aufgaben eines ehrenamtlichen Naturschutzwächters.
Referent: Dr. Johannes Meßer
6. Mai 2026 | Freilandartenschutz für jedermann - Gebäudebewohner (Fledermäuse, Mehlschwalben, Mauersegler)
Einige Tierarten sind im Siedlungsraum auf Gebäude angewiesen. Fledermäuse nutzen natürlicherweise Höhlen als Quartiere, Mauersegler und Mehlschwalben brüten an Felswänden. In Städten übernehmen Häuser diese Funktion. Durch Dämmmaßnahmen am Dach gehen jedoch häufig bislang genutzte Quartiere verloren, während Neubauten oft keine geeigneten Voraussetzungen mehr bieten.
Im Vortrag werden Maßnahmen vorgestellt mit denen sich Gebäude tiergerecht gestalten lassen. Zusätzlich werden auch Lösungsansätze bei Konflikten mit den Tieren, wie etwa bei Verschmutzungen an der Hauswand, aufgezeigt.
Referenten: Dr. Benedikt Gießing & Dr. Randolph Kricke
20. Mai 2026 | Wie werden Eingriffe in die Natur ausgeglichen?
Der Vortrag zeigt anschaulich, wie die Untere Naturschutzbehörde (UNB) der Stadt Duisburg mit unvermeidbaren Eingriffen in Natur und Landschaft umgeht. Vorgestellt werden das Kompensationskataster und die Abläufe der Eingriffsregelung, mit denen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen geplant, umgesetzt und dokumentiert werden. Anhand konkreter Beispiele wird deutlich, wie die UNB versucht, den Wert von Naturflächen zu erhalten – und wie jede Maßnahme dazu beiträgt, dass Natur auch in der Großstadt ihren Platz behält.
Referentinnen: Daniela Bergmann & Katrin Heitmann
10. Juni 2026 | Das Phänomen Vogelzug
Die jahreszeitlichen Wanderungen von Vögeln faszinieren Menschen schon seit Jahrtausenden. Der Vortrag stellt klassische und heute genutzte Methoden zur Forschung des Vogelzugs vor.
Unterschiedliche Zugstrategien werden anhand von Arten aus dem europäisch-afrikanischen Raum veranschaulicht. Zudem geht es um körperliche Anpassungen und Orientierungsmechanismen der Vögel. Für wirksame Schutzmaßnahmen müssen neben den Brutgebieten auch die Bedingungen während des Zuges sowie Rastgebieten und Winterquartieren berücksichtigt werden. Es wird auch auf die Bedeutung von ziehenden Vögeln für die Ausbreitung von Erkrankungen eingegangen.
Referent: Dr. Benedikt Gießing