Klimapakt Convention 2026

Kreislaufwirtschaft als Chance für Duisburg
Globale Krisen, unsichere Rohstoffmärkte und gestörte Lieferketten setzen die Industrie unter Druck. Um die Zukunft des Industriestandorts Duisburg ging es bei der „Klimapakt Convention – Zukunftsfähigkeit“ der Niederrheinischen IHK und der Stadt Duisburg. Dort stellten Unternehmen ihre Projekte im Bereich Kreislaufwirtschaft vor. NRW-Umweltminister Oliver Krischer war zu Gast, zusammen mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft.
„Kreislaufwirtschaft ist ein Wachstumsfeld. Recycling schafft neue Arbeitsplätze und sichert uns wichtige Rohstoffe. Deswegen ist es gut, dass sich hier so viele Unternehmen an Rhein und Ruhr engagieren. Wir haben hier seit vielen Jahrzehnten Erfahrung und Know-how“, betonte IHK-Präsident Werner Schaurte-Küppers. Duisburg hat den weltweit größten Binnenhafen und ist Drehscheibe für Westeuropa. Als Industrie- und Stahlstandort Nummer Eins in Europa vereint die Stadt Logistik, Produktion und Recycling. „Duisburg steht wie kaum ein anderer Standort für industrielle Transformation“, betonte Oberbürgermeister Sören Link. „Wenn wir regionale Kreisläufe stärken und Innovationen schneller in die Umsetzung bringen, schaffen wir die Voraussetzungen für nachhaltiges Wachstum, neue Arbeitsplätze und langfristige Wertschöpfung in unserer Stadt.“ Die Konferenz zeigte: Viele Betriebe haben bereits nachhaltige Prozesse eingeführt oder arbeiten daran.
Der Klimapakt Duisburg will die Projekte voranbringen, Akteure vernetzen und Investitionen beschleunigen. NRW-Umweltminister Oliver Krischer versicherte: “Wer Rohstoffe im Kreislauf hält, stärkt Klimaschutz, Versorgung und Wirtschaft gleichermaßen. Kreislaufwirtschaft bedeutet eine Stärkung der Sekundärrohstoffwirtschaft genauso wie neue zirkuläre Produkte und Geschäftsmodelle. Das ist ein wichtiger Wettbewerbsfaktor für Unternehmen. Nordrhein-Westfalen will hier Vorreiter sein und verlässliche Rahmenbedingungen schaffen. Wir ebnen den Unternehmen dafür den Weg.”
Unternehmen stellen Best Practices vor
Binnenhäfen, die Rohstoffe, Energie und Flächen effizient und nachhaltig nutzen – daran arbeitet Duisport im EU-geförderten Interreg-Projekt Scobe gemeinsam mit niederländischen Partnern. Havi präsentierte wiederverwendbare Paletten-Netze, die Verpackungsmaterial einsparen. Die Grillo‑Gruppe stellte gleich zwei Projekte vor: Grillo Zinc Metals setzt auf CO₂‑reduzierte und recycelbare Zinkwerkstoffe, um Rohstoffe im Kreislauf zu halten. Grillo Chemicals fokussiert sich auf das Recycling gebrauchter Schwefelsäure. Hieraus entsteht Schwefeldioxid, das in der Industrieproduktion benötigt wird. Mit dem Projekt Circular.NiederRhein möchte Duisburg Business & Innovation gemeinsam mit der Universität Duisburg-Essen und weiteren Partnern Rohstoffe aus Renovierungs- und Abbrucharbeiten effizient in Materialkreisläufen halten. ZINQ stellte sein Projekt Co-Design the Loop zum zirkulären Produktdesign vor.





















































































































