Corona-Regelungen - FAQ

Die Regelungen ergeben sich aus der neuen CoronaschutzVO des Landes NRW, die seit dem 20. August 2021 gilt.

Wer gilt als immunisierte Person?

Als immunisierte Personen gelten vollständig geimpfte Personen und Genesene.

Vollständige geimpfte Personen sind:

  1. Personen, bei denen die letzte erforderliche Impfung mindestens 14 Tage zurückliegt und
  2. Personen, die genesen sind und eine Impfung erhalten haben.

Genesene Personen sind:

  1. Personen, die keine Symptome haben und im Besitz eines Genesenennachweises sind.

Wer gilt als getestete Person?

Getestete Personen sind:

  1. Personen, die über ein nach der Corona-Test-und-Quarantäneverordnung bescheinigtes negatives Ergebnis eines höchstens 48 Std. zurückliegenden Antigen-Schnelltest, oder
  2. eines von einem anerkannten Labor bescheinigten höchstens 48 Stunden zurückliegenden PCR-Tests verfügen.

D.h. der selbst durchgeführte Selbsttest ist grundsätzlich nicht ausreichend.

Sonderregelungen:

  1. Schulpflichtige Kinder und Jugendliche mit Schülerausweis gelten aufgrund ihrer Teilnahme an den verbindlichen Schultestungen als getestete Personen.
  2. Kinder bis zum Schuleintritt sind ohne Vornahme eines Coronatestes getesteten Personen gleichgestellt.
  3. Bei Bildungsangeboten, Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit und Sportangeboten für Kinder und Jugendliche kann ein bestehendes Testerfordernis durch einen gemeinsamen beaufsichtigten Selbsttest erfüllt werden. Bei Veranstaltungen an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen mit einem festen Personenkreis genügt dabei ein mindestens zweimal wöchentlicher Test.

Welche Regelungen gelten für die Gastronomie?

In Gastronomischen Einrichtungen in Innenräumen besteht die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske (OP-Maske). An festen Sitz- oder Stehplätzen, wenn zwischen den Tischen ein Abstand von 1,5 Metern eingehalten oder eine bauliche Abtrennung angebracht wird, kann auf das Tragen einer Maske verzichtet werden.

Gastronomische Angebote in Innenräumen dürfen nur von immunisierten oder getesteten Personen in Anspruch genommen oder besucht werden. Dies gilt nicht, wenn die Nutzung des Angebots sich auf das bloße Abholen von Speisen und Getränken beschränkt. Ebenso muss auch das Personal immunisiert oder getestet sein. 

Wenn Veranstaltungen in Innenräumen mit mehr als hundert Personen und ohne feste Sitzplätze durchgeführt werden sollen, muss vor der  erstmaligen Öffnung ein einrichtungsbezogenes Hygienekonzept dem Gesundheitsamt vorgelegt werden. 

Bei Tanzveranstaltungen, einschließlich privater Feiern mit Tanz, ist ein PCR-Test für nicht immunisierte Personen erforderlich. 

Was gilt für die Beherbergung / den Tourismus?

Beherbergungsbetriebe (z.B. Hotels/Pensionen/Jugendherbergen) dürfen nur von immunisierten oder getesteten Personen in Anspruch genommen werden. Dies gilt auch für die Ausübung der Tätigkeit, also für das Personal, in Beherbergungsbetrieben. Von nicht immunisierten Personen muss bei der Anreise und erneut nach jeweils weiteren vier Tagen ein Test vorgelegt werden.

Es gilt in Innenräumen die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske (OP-Maske).

Touristische Busreisen sowie Kinder- und Jugend- sowie Familienerholungsfahrten von öffentlichen und freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe dürfen nur von immunisierten oder getesteten Personen in Anspruch genommen werden. Dies gilt auch für die Ausübung der Tätigkeit, also für das Personal.

Es gilt in Innenräumen, die mehreren Besucherinnen und Besuchern zugänglich sind, die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske (OP-Maske).

Was gilt für das Dienstleistungsgewerbe?

Körpernahe Dienstleistungen wie z.B. Friseur, Kosmetik, Körper- und Fußpflege dürfen nur noch von immunisierten oder getesteten Personen in Anspruch genommen und ausgeübt werden. Dies gilt grundsätzlich auch für medizinisch erforderliche Dienstleistungen (u.a. auch Physiotherapie, medizinische Massage), jedoch nicht für dringende medizinische Behandlungen, bei denen eine besondere Eilbedürftigkeit oder der gesundheitliche Zustand der Person eine vorherige Testung nicht zulassen.

Was gilt für den ÖPNV?

Im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), im Fernverkehr, bei geschäftsmäßigen Beförderungen von Personen mit Kraftfahrzeugen samt Taxen und bei der Schulbeförderung sowie innerhalb anderer  geschlossener Fahrzeuge (Bahnen, Schiffe, Flugzeuge und so weiter), gilt für Fahrgäste die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Auch in Warteschlangen vor dem Einstiegsbereich ist eine medizinische Maske zu tragen.

Welche Regelungen für Zusammenkünfte der Religionsausübung?

Die Kirchen und Religionsgemeinschaften stellen für Versammlungen zur Religionsausübung eigene Regelungen auf, die ein dieser Verordnung vergleichbares Schutzniveau sicherstellen.

Kirchen und Religionsgemeinschaften, die keine solchen Regelungen aufstellen, unterfallen auch für Versammlungen zur Religionsausübung den Bestimmunen der CoronaSchVO. 

Wo gilt die Maskenpflicht?

Die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske (OP-Maske)  besteht:

  1. In Fahrzeugen des öffentlichen Personennah- oder -fernverkehrs einschließlich der entgeltlichen oder geschäftsmäßigen Beförderung von Personen mit Kraftfahrzeugen samt Taxen und Schülerbeförderung sowie innerhalb anderer geschlossener Fahrzeuge (Bahnen, Schiffe, Flugzeuge und so weiter).
  2. In Innenräumen, in denen mehrere Personen zusammentreffen, soweit diese Innenräume – mit oder ohne Eingangskontrolle – auch Kundinnen und Kunden beziehungsweise Besucherinnen und Besuchern zugänglich sind.
  3. In Warteschlangen und Anstellbereichen sowie unmittelbar an Verkaufsständen, Kassenbereichen und ähnlichen Dienstleistungsschaltern.
  4. Bei Sport-, Kultur- und sonstigen Veranstaltungen im Freien mit mehr als 2 500 Besucherinnen und Besuchern.

Ausnahmen sind u.a.:

  1. In Privaträumen bei ausschließlich privaten Zusammentreffen.
  2. Bei der Berufsausübung in Innenräumen, Fahrzeugen und ähnlichem, wenn
    a) der Mindestabstand von 1,5 Metern sicher eingehalten wird ode
    b) ausschließlich immunisierte Beschäftigte zusammentreffen oder
    c) an festen Arbeitsplätzen oder in festen Teams ausschließlich immunisierte oder getestete Beschäftigte zusammentreffen, sofern nicht aus Gründen des Arbeitsschutzes (zum Beispiel wegen Tätigkeiten mit hohem Aerosolausstoß) das Tragen von Masken geboten ist.
  3. In gastronomischen Einrichtungen an festen Sitz- oder Stehplätzen, wenn zwischen den Tischen ein Abstand von 1,5 Metern eingehalten oder eine bauliche Abtrennung angebracht wird.
  4. Wenn das zur Ermöglichung einer Dienstleistung oder ärztlichen Behandlung erforderlich ist.
  5. Personen, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können sind von der Verpflichtung ausgenommen. Das Vorliegen der medizinischen Gründe ist durch ein ärztliches Zeugnis nachzuweisen, welches auf Verlangen vorzulegen ist.
  6. Kinder bis zum Schuleintritt sind von der Verpflichtung zum Tragen einer Maske ausgenommen. Soweit Kinder vom Schuleintritt bis zum Alter von 13 Jahren aufgrund der Passform keine medizinische Maske tragen können, ist ersatzweise eine Alltagsmaske zu tragen.

Was ist eine Veranstaltung?

Veranstaltung im Sinne der CoronaSchVO ist ein zeitlich und örtlich begrenztes und geplantes Ereignis mit einer definierten Zielsetzung oder Absicht in der Verantwortung einer Veranstalterin oder eines Veranstalters, an dem eine Gruppe von Menschen gezielt als Mitwirkende oder Besuchende teilnimmt. 

Beispiele:

  • Kino- oder Theaterbesuch
  • Führungen in einem Museum oder Zoo
  • Fußballtraining mit mehreren Personen
  • Private Zusammenkünfte (wobei Rechtsfolgen von der CoronaSchVO nur an private Zusammenkünfte im öffentlichen Raum geknüpft werden)

Was gilt für Veranstaltungen?

Veranstaltungen im privaten Raum sind von der Zugangsregelung nicht erfasst.

Wenn Veranstaltungen in Innenräumen mit mehr als hundert Personen und ohne feste Sitzplätze durchgeführt werden sollen, muss vor der  erstmaligen Öffnung ein einrichtungsbezogenes Hygienekonzept dem Gesundheitsamt vorgelegt werden.

An Veranstaltungen im öffentlichen Raum in Innenräumen dürfen nur immunisierte und getestete Personen teilnehmen.

An Veranstaltungen im Freien mit mehr als 2500 aktiv Teilnehmenden, Besucherinnen und Besucher und Zuschauenden dürfen nur immunisierte und getestete Personen teilnehmen.

Bei Tanzveranstaltungen, einschließlich privater Feiern mit Tanz im öffentlichen Raum, ist ein PCR-Test für nicht immunisierte Personen erforderlich.

Siehe hierzu die Ausführungen zu „Wo gilt die Maskenpflicht?“ und „Was ist eine Veranstaltung“

Die vorgenannten Regelungen gelten auch für das Personal.

Welche Regelungen gelten für die Ausübung von Sport?

An Sportangeboten in Innenräumen (z.B. Fitnessstudios, Sporthallen, Tennishalle, Tanzstudios) dürfen nur immunisierte und getestete Personen teilnehmen. Dies gilt auch für Trainer, Personal etc. 

An Sportangeboten im Freien mit mehr als 2500 aktiv Teilnehmenden, Besucherinnen und Besucher und Zuschauenden dürfen nur immunisierte und getestete Personen teilnehmen.

Duschen, Umkleidekabinen und andere geschlossene Räumlichkeiten dürfen nur immunisierte und getestete Personen nutzen.

Woraus ergibt sich der Inzidenzwert?

Mit „Inzidenzwert“ ist die 7 Tages-Inzidenz der Neuinfektionen gemeint, bei der es sich um die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen bezogen auf 100.000 Einwohner handelt. Jeden Tag melden Labore, Kliniken und Ärzte - und werktags auch das Testzentrum am Theater am Marientor - positive Testergebnisse an das Gesundheitsamt. Von dort gehen die Meldungen an das Robert-Koch-Institut (RKI), welches im Internet unter https://www.rki.de/inzidenzen den tagesaktuellen 7-Tages-Inzidenzwert veröffentlicht.  

Gibt es diese Regelungen auch in Leichter Sprache?

Weitere Infos...

FAQ des Landes NRW zu den aktuellen Regelungen

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