Zertifikatsübergabe im Internationalen Zentrum am Innenhafen: Erfolgreiche Abschlussveranstaltung der Qualifizierungsmaßnahme zum Sprachmittler

16 Sprachmittler und Sprachmittlerinnen feierten am heutigen Montag, 9. Juli, den erfolgreichen Abschluss ihrer Qualifizierung durch das Kommunale Integrationszentrum Duisburg.

Montag, 09. Juli 2018 | Stadt Duisburg - Im Internationalen Zentrum am Flachsmarkt absolvierten die Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen von April bis Juli 2018 eine 60-stündige Qualifizierungsreihe. Dr. Ralf Krumpholz, Beigeordneter für Integration, hält das Angebot für eine Bereicherung im Integrationsprozess: „Durch den Einsatz der Sprachmittler soll die Kommunikation zwischen Institutionen und Personen mit Zuwanderungsgeschichte erleichtert werden, um Missverständnissen und Diskriminierung vorzubeugen“, beschreibt er das Ziel des Programms.
Zukünftig sollen sie Akteure im Bildungs- und Gesundheitswesen unterstützen, indem sie den dort tätigen Personen helfen, Beratungsinhalte in aktuell notwendigen Sprachen zu vermitteln. Für verschiedenste Institutionen und Organisationen in Duisburg wird eine Option geschaffen, einfach und schnell sprachliche Unterstützung zu erhalten.
Die Qualifizierungsreihe wurde von zertifizierten Trainerinnen für diversitätsgerechte Bildungsarbeit im interkulturellen Kontext unter Mitwirkung verschiedenster städtischer Ämter durchgeführt. Ausbildung und Einsatz der Sprachmittler werden vom Land NRW finanziell unterstützt.
Voraussetzungen für die Teilnahme an der Ausbildung waren unter anderem die Sprachkompetenz in der Muttersprache auf C1-Niveau sowie deutsche Sprachkenntnisse auf dem Niveau B2.
Es wurden Sprachmittlerinnen und Sprachmittler mit folgenden Sprachkenntnissen qualifiziert: Arabisch, Berberisch, Bulgarisch, Dari, Englisch, Farsi, Französisch, Kurdisch (Kurmanci, Sorani), Rumänisch, Spanisch, Polnisch, Russisch und Portugiesisch.
Nun haben die Teilnehmenden Kenntnisse über Grundlagen und Strukturen des deutschen Bildungs-, Gesundheits- und Sozialwesens, so dass sie den Hilfesuchenden die Unterschiede zu den Versorgungsstrukturen in ihren Herkunftsländern benennen können. Das sehr basisorientierte Training umfasste Inhalte wie interkulturelle Kommunikation, Kommunikationsstörungen und Konflikte, Gesprächsablauf und Rollenverständnis sowie Umgang mit Behörden und Fachstellen. Hospitationen in potentiellen Einsatzstellen waren ebenfalls Bestandteil der Qualifizierung. Die Fähigkeiten der Teilnehmer wurden in der vergangenen Woche schriftlich und mündlich überprüft.

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