History


Elterngeld/Elternzeit

Das Elterngeld ist eine wichtige finanzielle Unterstützung für Familien nach der Geburt eines Kindes. Es ersetzt das entfallende Nettoeinkommen des betreuenden Elternteils anteilig oder sogar in voller Höhe. Somit wird es für Mütter und Väter einfacher, vorübergehend ganz oder teilweise auf eine Erwerbstätigkeit zu verzichten und so mehr Zeit für die Betreuung ihres Kindes zu haben.

Das Elterngeld wird abhängig von der Höhe des Einkommens im Jahr vor der Geburt des Kindes gezahlt und bei Sozialleistungen ggf. angerechnet.

Grundlage für die Höhe des Elterngeldes ist das von der Elterngeldstelle ermittelte Einkommen. Steuern und Abgaben werden bei der Einkommensermittlung pauschaliert berücksichtigt.

  • Original der Geburtsbescheinigung vom Standesamt
  • Einkommensnachweise der letzten zwölf Monate vor der Mutterschutzfrist (wenn der/die Antragsteller/in erwerbstätig war)
  • Nachweis über nach der Geburt gezahltes Mutterschaftsgeld (von der Krankenkasse - sechs Wochen vor und acht / zwölf Wochen nach der Geburt) - und ggf. Arbeitgeberzuschuss
  • Bei Ausländern aus nicht EU-Ländern Kopie des letzten Aufenthaltstitels (Kopie des Passes)

Aktuelle Informationen:

Elterngeld, ElterngeldPlus, Partnerschaftsbonus

 

Eltern, deren Kinder ab dem 1. Juli 2015 geboren werden, können Elterngeld, das neue ElterngeldPlus und einen Partnerschaftsbonus miteinander kombinieren.

 

Das bisherige Elterngeld gilt in seiner herkömmlichen Form mit fast allen existierenden Regeln weiter und erlaubt auch weiterhin eine Teilzeitarbeit von bis zu 30 Wochenstunden. Allerdings schöpfen Eltern, die Teilzeit und Elterngeld miteinander kombinieren, ihren Elterngeldanspruch nicht immer aus und erhalten weniger als diejenigen, die ganz aus dem Beruf aussteigen.

 

Insbesondere für diese Eltern lohnt es sich, sich über das ElterngeldPlus zu informieren. ElterngeldPlus beträgt maximal die Hälfte des vollen Elterngeldanspruchs, wird aber doppelt so lange gezahlt. Aus einem Elterngeldmonat werden zwei ElterngeldPlus-Monate.

 

Einen Partnerschaftsbonus können Mütter und Väter erhalten, die sich entscheiden, für vier aufeinander folgende Monate gleichzeitig  zwischen 25 und 30 Wochenstunden zu arbeiten. Sie können einen Partnerschaftsbonus von jeweils vier zusätzlichen ElterngeldPlus-Monaten erhalten.

Auch Alleinerziehende können unter bestimmten Voraussetzungen den Partnerschaftsbonus erhalten.

 

Ein Bezug von ElterngeldPlus-Monaten ist auch ab dem 15. Lebensmonat des Kindes möglich. Voraussetzung ist, dass ab dem 15. Lebensmonat mindestens ein Elternteil Elterngeld bezieht. Wird auch nur in einem Monat kein Elterngeld gezahlt, stehen weitere ElterngeldPlus-Monate nicht zu. Die bereits ab dem 15. Lebensmonat gezahlten ElterngeldPlus-Leistungen werden dann zurückgefordert.

 

Das Gleiche gilt auch für die Partnerschaftsbonusmonate.

 

Ihren Anspruch auf Elterngeld/ElterngeldPlus können Sie selbst ermitteln mit dem Elterngeldrechner des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) ( http.//www.familen-wegweiser.de/Elterngeldrechner ).

 

Elternzeit

 

Auch die Elternzeit wird flexibler: Wie bisher können Eltern bis zum 3. Geburtstag eines Kindes eine unbezahlte Auszeit vom Job nehmen. Künftig können 24 Monate statt bisher zwölf Monate zwischen dem 3. und dem 8. Monat des Kindes genommen werden.



Allgemeine Informationen:

Anspruchsberechtigt

Anspruch auf Elterngeld haben Mütter und Väter, die

  • ihre Kinder nach der Geburt selbst betreuen und erziehen und 
  • nicht mehr als 30 Stunden/Woche erwerbstätig sind und 
  • mit ihrem Kind im gemeinsamen Haushalt leben und 
  • ihren Wohnsitz in Deutschland haben und
  • deren zu versteuerndes Einkommen im Kalenderjahr vor der Geburt max. 500.000 Euro (Elternpaare) bzw. 250.000 Euro (Alleinerziehende) beträgt.


Das Elterngeld ist allen Eltern garantiert, auch wenn sie vor der Geburt nicht berufstätig waren. Auch Ehe- oder Lebenspartner, die das Kind nach der Geburt betreuen - auch wenn es nicht ihr eigenes ist - können unter den selben Voraussetzungen Elterngeld erhalten.

Für angenommene Kinder und mit dem Ziel der Annahme aufgenommene Kinder gibt es ebenfalls Elterngeld.

Antragstellung

Elterngeld ist innerhalb von 3 Monaten nach der Geburt des Kindes zu beantragen.
Jeder Elternteil muss für sich selbst einen eigenen Antrag auf Elterngeld stellen. Dieser muss von beiden Elternteilen unterschrieben werden.
Selbständige müssen zusätzlich eine Erklärung zu Art und Umfang ihrer Tätigkeit und zu ihrer Einkommenshöhe abgeben (Formular "Erklärung für Selbständige").

Dauer der Zahlung

Elterngeld kann für die ersten 12 bzw. 14 Lebensmonate des Kindes in Anspruch genommen werden.
Sonderregelungen bestehen für angenommene Kinder und Kinder, die mit dem Ziel der Annahme aufgenommenen wurden.

Achtung:
Mutterschutzzeiten werden immer abgezogen!!

Eines von beiden Elternteilen kann höchstens für 12 Monate Elterngeld beantragen. Zwei weitere Monatsbeiträge können zusätzlich gewährt werden, wenn auch der andere Elternteil mindestens zwei Monate Elterngeld bezieht (Partnermonate als Bonus).

Voraussetzungen:

  • Auch der andere Elternteil ist für mindestens zwei Monate mit nicht mehr als 30 Std./Woche erwerbstätig und 
  • bei einem der beiden Elternteile vermindert sich zwei Monate lang das Erwerbseinkommen (etwa im Mutterschutz oder durch Arbeitszeitreduzierung während der Elternzeit).


Alleinerziehende erhalten für die vollen 14 Monate nur dann Elterngeld, wenn sie

  • eine Einkommensminderung haben und 
  • höchstens 30 Std./Woche arbeiten.


Zum Nachweis über das alleinige Sorgerecht wird ein Negativattest (siehe Link unten) oder eine gerichtliche Sorgerechtsentscheidung benötigt.

Erwerbstätigkeit

Der betreuende Elternteil darf bis zu 30 Std./Woche arbeiten. Das Elterngeld berücksichtigt die Differenz des Einkommens vor und nach der Geburt.

Höhe des Elterngeldes

Die Höhe des Elterngeldes orientiert sich am durchschnittlichen Einkommen, das der betreuende Elternteil im Jahr vor der Geburt des Kindes erzielt hat (Basis: Netto-Durchschnittseinkommen der letzten 12 Monate vor Beginn des Mutterschutzes; Einmalzahlungen - z. B. Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld - bleiben unberücksichtigt;).
Im Lohnsteuerabzugsverfahren als "Sonstige Bezüge" behandelte Einnahmen werden nicht berücksichtigt.

Mindestbetrag: 300 Euro
Höchstbetrag: 1.800 Euro

Die Ersatzrate des Elterngeldes beträgt bei einem berücksichtigungsfähigen Nettoeinkommen 


  • unter 1.000 Euro maximal bis zu 100 % dieses Einkommens 
  • zwischen 1.000 Euro und 1.200 Euro 67 % dieses Einkommens 
  • von 1.220 Euro 66 % dieses Einkommens, 
  • von 1.240 Euro und mehr 65 % dieses Einkommens, maximal 1.800 Euro.


Seit dem 01.01.2011 wird das Elterngeld beim Arbeitslosengeld II, bei der Sozialhilfe und beim Kinderzuschlag grundsätzlich voll als Einkommen angerechnet - dies betrifft auch den Mindestbetrag von 300 Euro.
Eltern, die diese Leistungen beziehen und vor der Geburt ihres Kindes erwerbstätig waren, erhalten einen Elterngeldfreibetrag von höchstens 300 Euro, der anrechnungsfrei bleibt.

Um die genauen Ansprüche zu ermitteln, können Sie den "Elterngeldrechner" im Internet aufrufen (siehe unter "Links") oder sich bei der Elterngeldstelle beraten lassen.

Hinweis:

Die Anträge auf Elterngeld und die Erklärungen für Selbständige finden Sie gleich hier unter "Downloads". Diese können Sie ausdrucken, ausfüllen und per Post an die Elterngeldstelle senden.

Wann wird Elternzeit beantragt?

Elternzeit ist beim Arbeitgeber spätestens 7 Wochen vor Beginn der Elternzeit anzumelden. Anspruch auf Elternzeit besteht ab Geburt bis zu Vollendung des dritten Lebensjahres eines Kindes.

Weitere Informationen zur Elternzeit finden Sie im Internet auf den Seiten des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), (siehe unter "Links").

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Arbeitsgruppenleiter:
Herr Schreiber

Anschrift:

 

Jugendamt Duisburg

Ludgeristraße 12

47057 Duisburg

Servicebüro: 2. Etage, Zimmer 206

Service-Telefonnummer: 0203-2836999

 

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Montag und Donnerstag 8.00 - 15.00 Uhr