Duisburg ist fahrradfreundliche Stadt

Mit der Unterzeichnung der Aufnahmeurkunde am 24. Juli 2009 ist die Stadt Duisburg nun offizielles Mitglied in der "Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise NRW e. V." (AGFS). Lutz Lienenkämper, Minister für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, ließ es sich nicht nehmen, Oberbürgermeister Adolf Sauerland die Urkunde und mehrere Schilder, die Duisburg als fahrradfreundliche Stadt ausweisen, persönlich zu überreichen.
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"Duisburg hat sich auf den Weg gemacht, hat viel Herzblut und viele gute Ideen eingebracht, um den Fahrradverkehr in der Stadt nach vorne zu bringen. Dieser ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, der landesweit jedes Jahr 1,3 Milliarden Euro mobilisiert", so der Minister wörtlich. Mit diesem offiziellen Akt wurde die Aufnahme in die AGFS nun vollzogen. Sie ist das Ergebnis einer Bereisung der Anerkennungskommission am 20. April diesen Jahres, bei der die Mobilitätsbedingungen Duisburgs einer kritischen Prüfung unterzogen wurden. Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft verstehen sich nicht nur als "fahrradfreundlich", sondern darüber hinaus als Modellstädte für eine zukunftsfähige, ökologisch sinnvolle und stadtverträgliche Mobilität und unterstützen alle Maßnahmen, die die Städte als Lebensraum stärken.


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Lutz Lienenkämper, Minister für Bauen und Verkehr NRW, unterschreibt die Urkunde. Dahinter von links: Michael Kleine-Möllhoff (ADFC), Christine Fuchs (Landesgeschäftsführerin der AGFS), Oberbürgermeister Adolf Sauerland, Ratsfrau Petra Vogt, Stadtbaurat Jürgen Dressler

Die Kommission hatte die vielfältigen Aktivitäten in Duisburg zur Verbesserung der stadtverträglichen Mobilität anerkannt. Dazu gehören die deutliche Verbesserung der Fahrradverkehrsinfrastruktur durch Freigabe von Einbahnstraßen in gegenläufiger Richtung für den Radverkehr, die Umgestaltung von Bahntrassen zu Rad- und Gehwegen, die Einrichtung von Radfahrstreifen und Schutzstreifen auf der Fahrbahn, verbesserte Abbiegemöglichkeiten und Ausschilderungen von Radrouten. Auch die Planungskonzepte wie beispielsweise der Masterplan Innenstadt oder das Konzept Grüner Ring sind wichtige Bausteine hin zu einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung. Die Einrichtung von verkehrsberuhigten Bereichen wie der Opernplatz in Duisburg-Mitte und der barrierefreie Ausbau weiterer fünf Plätze in verschieden Ortsteilen sind Beiträge für eine umweltschonende und stadtverträgliche Mobilität.

Für Duisburg ist die Mitgliedschaft eine Bestätigung für die Arbeit der letzten Jahre. Die AGFS bietet aber auch ganz handfeste Vorteile: Im Verbund mit anderen Kommunen lassen sich Planungen und Konzepte wirtschaftlicher erstellen, ein Verbund in der Öffentlichkeitsarbeit ermöglicht mehr Werbung für ein Umsteuern im Verkehrsverhalten, um beispielsweise die im Luftreinhalteplan formulierten Ziele zu erreichen. Oberbürgermeister Adolf Sauerland machte zum Abschluss klar, dass sich die Stadt Duisburg auf der ihr jetzt bescheinigten Fahrradfreundlichkeit nicht ausruhen werde: "Ich verstehe unsere Mitgliedschaft in der AGFS als Ansporn, den umweltschonenden urbanen Verkehr in Duisburg noch weiter auszubauen."