Frieden an Rhein und Ruhr

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Auf den Wiesen an Rhein und Ruhr ist Ruhe eingekehrt. Rund ein Jahr nach der Vereinbarung der Rücksichtnahmeerklärung zwischen den Schäfern und den Nutzern der Wiesen trafen sich die Beteiligten nun zu einem ersten Erfahrungsaustausch. Sowohl Schäfer als Nutzer der Wiesen bewerteten die Ergebnisse des Vorjahres im Großen und Ganzen positiv. Verglichen mit der Zeit vor der gemeinsamen Erklärung hat sich die Situation deutlich entspannt, auch wenn sich leider nicht alle Nutzer an die Vereinbarung halten.

 

In der Rücksichtnahmeerklärung, die sich nur auf die städtischen Grünflächen bezieht, verpflichten sich Hundehalter zum Bespiel, ihre Tiere anzuleinen und auf den Wegen zu halten, wenn sie in der Nähe von Weidenflächen und Schafherden sind. Dort, wo keine Schafe weiden, dulden die Schäfer Spaziergänger und Hundehalter - allerdings müssen sie dafür sorgen, dass der Kot der Vierbeiner weggeräumt wird. Auch der Müll gehört selbstverständlich nicht in die Rhein- oder Ruhraue, sondern die entsprechenden Behälter. Einige uneinsichtige Zeitgenossen halten sich nach wie vor nicht an diese Regeln. Doch sind diese "schwarzen Schafe" deutlich in der Minderzahl.

Die Schäfer appellieren noch einmal an die Hundebesitzer, den Kot ihrer Tiere einzusammeln und ihre Hunde nicht im Bereich der Wiesen buddeln zu lassen, da dies immer wieder zu Schäden und Verletzungen führt. Auch Angler sollten keinesfalls Haken oder Schnüre zurücklassen, an denen sich die Tiere verletzen können.


In der gemeinsamen Erklärung bezieht sich allerdings nur auf die städtischen Flächen, die im Landschaftsschutzgebiet liegen und die nicht eingezäunt sind. Eine Übersicht über die betroffenen städtischen Flächen mit Schafbeweidung zeigen folgende Kartendarstellungen.

In der Erklärung verpflichten sich Hundehalter, zum Beispiel ihre Tiere anzuleinen und auf den Wegen zu halten, wenn sie in der Nähe von Weidenflächen und Schafherden sind. Dort wo keine Schafe weiden, dulden die Schäfer Spaziergänger und Hundehalter - allerdings müssen letztere dafür zu sorgen, dass der Kot ihrer Vierbeiner weggeräumt wird.

Ein Grossteil der Flächen im Rhein- und Ruhrvorland sind nicht in städtischer Hand. Doch auch auf den Privatflächen dürfen bestimmte Wege betreten werden. Die Flächen im Rheinvorland in Homberg befindet sich größtenteils in Privatbesitz. Nach dem Landschaftsrecht dürfen allerdings private Wege und Pfade, Wirtschaftswege sowie der Feldraine, Böschungen, Öd- und Brachflächen und anderer landwirtschaftlich nicht genutzter Flächen sowie der Uferbereiche zum Zwecke der Erholung auf eigene Gefahr betreten werden, soweit die Belange der anderen Erholungssuchenden und die Rechte der Eigentümer oder der Pächter nicht unzumutbar beeinträchtigt werden. Trampelpfade sind keine derartigen Wege oder Pfade. Unter Betreten ist der reine Fußgängerverkehr zu verstehen, allerdings nicht zu anderen Zwecken als zu denen der Erholung. Die Wege, die nach dem Landschaftsrecht betreten werden dürfen, sind in der Karte markiert.


Naturschutzgebiete sind von den getroffenen Regelung ausgenommen. In den Naturschutzgebieten müssen Hunde immer an der Leine geführt werden, hier dürfen sowohl Hundehalter als auch anderen Erholungssuchende nur die Wege betreten.